Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Effects of electromagnetic fields exposure on plasma hormonal and inflammatory pathway biomarkers in male workers of a power plant. epidem.

[Wirkungen der Exposition bei elektromagnetischen Feldern auf Plasma-Hormone und Biomarker von Entzündungs-Signalwegen bei Arbeitern eines Elektrizitätswerks].

Veröffentlicht in: Int Arch Occup Environ Health 2016; 89 (1): 33-42

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer Querschnittsstudie in China wurden die Wirkungen einer beruflichen Exposition bei elektromagnetischen Feldern auf den Gehalt an Plasma-Hormonen und Biomarkern des Entzündungs-Signalwegs bei Arbeitern eines Elektrizitätswerks untersucht.

Weitere Details

Die Ergebnisse zum Gehalt an Serum-Lipiden in einer Untergruppe dieser Studienpopulation wurden in Wang et al (2015) veröffentlicht.
Eine Blutprobe wurde von jedem Studienteilnehmer zur Bestimmung des Hormon- und Biomarker-Gehalts entnommen.
Anmerkung des EMF-Portals: Die Einteilung in 'niedrige berufliche EMF-Exposition' und 'hohe berufliche EMF-Exposition' ist nicht ganz klar.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 niedrige berufliche Exposition: keine Walkie-Talkie-Nutzung, tägliche Exposition < 4 Stunden, Beschäftigungdauer < 15 Jahre
Gruppe 2 starke berufliche Exposition: Walkie-Talkie-Nutzung, tägliche Exposition ≥ 4 Stunden, Beschäftigungdauer ≥ 15 Jahre
Referenzgruppe 3 niedrige berufliche Exposition, Beschäftigungsdauer: < 23 Jahre
Gruppe 4 niedrige berufliche Exposition, Beschäftigungsdauer: ≥ 23 Jahre
Gruppe 5 hohe berufliche Exposition, Beschäftigungsdauer: < 23 Jahre
Gruppe 6 hohe berufliche Exposition, Beschäftigungsdauer: ≥ 23 Jahre
Referenzgruppe 7 niedrige berufliche Exposition, tägliche Dauer: ≤ 4 Stunden/Tag
Gruppe 8 niedrige berufliche Exposition, tägliche Dauer: > 4 Stunden/Tag
Gruppe 9 hohe berufliche Exposition, tägliche Dauer: ≤ 4 Stunden/Tag
Gruppe 10 hohe berufliche Exposition, tägliche Dauer: > 4 Stunden/Tag
Referenzgruppe 11 niedrige berufliche Exposition und Mobiltelefon-Nutzung: ≤ 12 Jahre
Gruppe 12 niedrige berufliche Exposition und Mobiltelefon-Nutzung: > 12 Jahre
Gruppe 13 hohe berufliche Exposition und Mobiltelefon-Nutzung: ≤ 12 Jahre
Gruppe 14 hohe berufliche Exposition und Mobiltelefon-Nutzung: > 12 Jahre
Referenzgruppe 15 niedrige berufliche Exposition und monatliche Mobiltelefon-Kosten: < 60 Yuan/Monat
Gruppe 16 niedrige berufliche Exposition und monatliche Mobiltelefon-Kosten: ≥ 60 Yuan/Monat
Gruppe 17 hohe berufliche Exposition und monatliche Mobiltelefon-Kosten: < 60 Yuan/Monat
Gruppe 18 hohe berufliche Exposition und monatliche Mobiltelefon-Kosten: ≥ 60 Yuan/Monat
Referenzgruppe 19 niedrige berufliche Exposition und monatliche Strom-Kosten: ≤ 150 Yuan/Monat
Gruppe 20 niedrige berufliche Exposition und monatliche Strom-Kosten: > 150 Yuan/Monat
Gruppe 21 hohe berufliche Exposition und monatliche Strom-Kosten: ≤ 150 Yuan/Monat
Gruppe 22 hohe berufliche Exposition und monatliche Strom-Kosten: > 150 Yuan/Monat

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 2.138
Teilnehmerzahl 747
Anzahl auswertbar 154
Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die Messungen der beruflichen Exposition ergaben eine die mittlere elektrische Feldstärke von 316,3±1212,3 V/m und eine mittlere magnetische Flussdichte von 6,17±14,71 µT in der hohen Expositionsgruppe, diese übertrafen die Werte in der niedrigen Expositionsgruppe mit 3,9±0,3 V/m bzw. 60,6±16,9 nT deutlich.
Es wurde ein signifikant niedrigerer Gehalt an Testosteron und NF-KB und ein signifikant vermindertes Testosteron/Östradiol-Verhältnis bei Arbeitern mit einer höheren beruflichen Exposition bei elektromagnetischen Feldern (Gruppe 2) im Vergleich zur Referenzgruppe 1 beobachtet. Es wurden keine signifikanten Zusammenhänge für Östradiol und die Biomarker des Entzündungs-Signalwegs HSP70, HSP27 und TET1 gefunden. In den hoch exponierten Gruppen mit längerer Beschäftigungsdauer, längerer täglichen Expositions-Dauer, höheren Mobiltelefon-Kosten oder monatlichen Strom-Kosten wurden niedrigere Werte für Testosteron und ein vermindertes Testosteron/Östradiol-Verhältnis im Vergleich zu der jeweiligen Referenzgruppe beobachtet.
Die Autoren schlussfolgerten, dass die chronische Exposition bei elektromagnetischen Feldern den Testosteron-Gehalt und das Testosteron/Östradiol-Verhältnis bei Männern verringern könnte.

Studie gefördert durch

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