Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of exposure to extremely low-frequency electromagnetic fields on the differentiation of Th17 T cells and regulatory T cells. med./bio.

[Wirkungen der Exposition bei niederfrequenten elektromagnetischen Feldern auf die Differenzierung von Th17 T-Zellen und regulatorischen T-Zellen].

Veröffentlicht in: Gen Physiol Biophys 2016; 35 (4): 487-495

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen eines 60 Hz-Magnetfelds auf T-Zellen untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Um eine effektive Immunantwort gegen Pathogene zu veranlassen, müssen T-Zellen in bestimmte Untergruppen differenzieren. Aus diesem Grund wurden spezielle Untergruppen von CD4+ T-Zellen (Th1, Th17, Treg) bzw. deren Marker untersucht, um Rückschlüsse über Signalwege und Differenzierung zu erhalten.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 60 Hz
Expositionsdauer: nicht angegeben (wahrscheinlich während der Inkubation, d.h. 72 Stunden)

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Expositionsdauer nicht angegeben (wahrscheinlich während der Inkubation, d.h. 72 Stunden)
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer innerhalb des Inkubators wurde eine Expositions-Kammer aus µ-Metall gebaut; Kammer wurde durch Löcher von 2,0 cm Durchmesser in den oberen und unteren Ecken belüftet; Löcher hatten Erweiterungsröhren von 2,0 cm Länge, um Streufelder zu verhindern; Temperatur wurde bei 37 ± 0,3°C gehalten
Aufbau System bestand aus 4 rechteckigen Spulen (jede Spule 200 Windungen aus Kupfer-Draht mit einem Durchmesser von 1,0 mm) und einem Bereich mit drei Test-Ebenen (oben, Mitte, unten); 60 Hz-Magnetfeld wurde durch ein Paar Helmholtz-Spulen generiert, die in Serie geschaltet waren; jede Windung war geteilt, sodass der Strom in jeder Hälfte der Windung in die gleiche Richtung floss und somit das Feld addiert wurde; räumliche Abweichung des Felds betrug <3%
Zusatzinfo es wurde nicht beschrieben, wie die nicht-exponierten Zellen gehandhabt wurden
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,3 mT - gemessen - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

In Th17-Zellen war die Genexpression von Interleukin-17A und Interleukin-17F bei exponierten Zellen im Vergleich zu nicht-exponierten Zellen signifikant erhöht. Die signifikant erhöhte Expression von Interleukin-17A wurde auf Protein-Ebene bestätigt (Proteinexpression von Interleukin-17F wurde hier nicht untersucht). Außerdem war in exponierten Zellen, verglichen mit nicht-exponierten Zellen, das Ausmaß der Phosphorylierung von SMAD3 signifikant erhöht.
In Treg-Zellen war die Genexpression von TGF-ß und Foxp3 nach der Exposition im Vergleich zu Zellen ohne Exposition signifikant erhöht. Um dieses Ergebnis zu überprüfen, wurde die Proteinexpression auch unter Benutzung von transgenen Foxp3-GFP Mäusen untersucht und bestätigt. Eine Untersuchung mittels Western Blot zeigte ein signifikant erhöhtes Phosphorylierungs-Verhältnis von p-SMAD3/SMAD3 in exponierten Zellen, wenn diese mit nicht-exponierten verglichen wurden. Diese Erhöhung von Treg-Markern deutet darauf hin, dass die Magnetfeld-Exposition zu einer erhöhten Differenzierung von T-Zellen führte.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Exposition von T-Zellen bei 60 Hz-Magnetfeldern den TGF-ß-Signalweg fördert und die Differenzierung von T-Zell-Untergruppen verstärkt, die in Bezug zu diesem Signalweg stehen.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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