Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Postnatal development and behavior effects of in-utero exposure of rats to radiofrequency waves emitted from conventional WiFi devices. med./bio.

[Postnatale Entwicklung und Wirkungen auf das Verhalten durch eine in utero-Exposition von Ratten gegenüber hochfrequenten Wellen von konventionellen WiFi-Geräten].

Veröffentlicht in: Environ Toxicol Pharmacol 2017; 52: 239-247

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer pränatalen Exposition von Ratten bei einem WiFi-Signal auf die Entwicklung und das Verhalten des Ratten-Nachwuchses untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die trächtigen Ratten wurden in eine Expositions- und eine Schein-Expositions-Gruppe (n=5 jeweils) unterteilt. Die exponierten Muttertiere brachten 37 Jungtiere und die schein-exponierten 63 Jungtiere zur Welt. Die Jungtiere wurden nach 28 oder 43 Tagen für Gehirn-Untersuchungen getötet.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 2,45 GHz
Expositionsdauer: 2 Stunden/Tag während der Trächtigkeit
-

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,45 GHz
Typ
Expositionsdauer 2 Stunden/Tag während der Trächtigkeit
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • kommerzielles WiFi-Modem
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 25 cm
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter

Für diese Exposition sind keine Parameter spezifiziert.

Referenzartikel

  • Othman H et al. (2017): Effects of prenatal exposure to WIFI signal (2.45GHz) on postnatal development and behavior in rat: Influence of maternal restraint.
  • Saili L et al. (2015): Effects of acute exposure to WIFI signals (2.45GHz) on heart variability and blood pressure in Albinos rabbit.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Der Zitzensuch-Reflex war bei pränatal exponierten Ratten-Jungen verglichen mit schein-exponierten Tieren signifikant schwächer, blieb jedoch bis zu einem höheren Alter bestehen. Außerdem waren die Entwicklung des Reflexes zum Drehen von Rücken- in Bauch-Lage und der negative Geotaxis-Reflex bei den exponierten Jungen im Vergleich zu den schein-exponierten signifikant verzögert. Sowohl der "Rotarod Performance Test" als auch der Suspensions-Test zeigten, dass die motorischen Fähigkeiten bei den exponierten Jungen im Vergleich zu den schein-exponierten signifikant schlechter waren. Exponierte Jungen öffneten zudem ihre Augen einen Tag früher als schein-exponierte Jungtiere.
Die Parameter des oxidativen Stresses waren signifikant verschieden bei jungen Ratten, die nach 28 Tagen getötet und untersucht wurden: Die Lipidperoxidation und der Gehalt an Wasserstoffperoxid waren in exponierten Ratten im Vergleich zu schein-exponierten signifikant erhöht, während die Enzymaktivitäten der Superoxid-Dismutase und der Katalase signifikant verringert waren. Allerdings war bei den 43 Tage alten exponierten Ratten, verglichen mit der entsprechenden Schein-Exposition, nur noch der Gehalt an Wasserstoffperoxid signifikant erhöht.
Die Enzymaktivität der Acetylcholinesterase war nach 28 und 43 Tagen bei exponierten Ratten verglichen mit schein-exponierten Ratten signifikant erhöht, während die Enzymaktivität der Butrylcholinesterase bei 43 Tage alten exponierten Ratten signifikant verringert war.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine pränatale Exposition von Ratten bei einem WiFi-Signal die neuronale Entwicklung von Ratten-Jungen verschlechtern und biochemische Veränderungen im Gehirn von jungen Ratten hervorrufen könnte, jedoch keine Wirkungen auf das Verhalten hat.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel