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Epidemiologische Studie

Mobile phone use, school electromagnetic field levels and related symptoms: a cross-sectional survey among 2150 high school students in Izmir.

[Mobiltelefon-Nutzung, elektromagnetischer Feld-Level in der Schule und damit zusammenhängende Symptome: eine Querschnittsbefragung unter 2150 Oberschülern in Izmir].

Veröffentlicht in: Environ Health 2017; 16 (1): 51

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer in der Türkei durchgeführten Querschnittsstudie wurde der Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung, der Exposition bei elektromagnetischen Feldern in der Schule und den selbstberichteten gesundheitlichen Symptomen bei Jugendlichen untersucht.

Weitere Details

Als Referenzgruppe wurde je nach Endpunkt entweder die Gruppe der Nichtnutzer oder die jeweilige Gruppe mit der niedrigsten Exposition genommen.
(Anmerkung EMF-Portal: Es wurden nur die wichtigsten Expositionsgruppen in der unten stehenden Tabelle aufgeführt.)

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Prävalenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

  • Fragebogen: Mobiltelefon-Nutzung: Dauer in Jahren, Anzahl der Anrufe pro Tag, Anrufdauer pro Tag, Besitz, Marke und Modell, SAR, Internet-Verbindung, Abrechnung (Prepaid oder Rechnung), monatliche Kosten, Aufbewahrungsort während der Nacht und am Tag; Mobilfunk-Basisstation: Entfernung zur Schule oder Wohnung
  • Messung: Punkte mit der höchsten Exposition im Innern des Schulgebäudes und im Freien auf dem Schulhof

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 Mobiltelefon-Nutzung: nein
Gruppe 2 Mobiltelefon-Nutzung: ja
Referenzgruppe 3 Anzahl der Anrufe pro Tag: < 1
Gruppe 4 Anzahl der Anrufe pro Tag: 1 - 4
Gruppe 5 Anzahl der Anrufe pro Tag: ≥ 5
Referenzgruppe 6 Gesamtdauer der täglichen Anrufe: < 5 min
Gruppe 7 Gesamtdauer der täglichen Anrufe: 5 - 9 min
Gruppe 8 Gesamtdauer der täglichen Anrufe: 10 - 30 min
Gruppe 9 Gesamtdauer der täglichen Anrufe: > 30 min
Referenzgruppe 10 Zustand und Lage des Mobiltelefons in der Nacht: ausgeschaltet
Gruppe 11 Zustand und Lage des Mobiltelefons in der Nacht: angeschaltet, ≥ 1 m entfernt
Gruppe 12 Zustand und Lage des Mobiltelefons in der Nacht: angeschaltet, 25 - 99 cm entfernt
Gruppe 13 Zustand und Lage des Mobiltelefons in der Nacht: angeschaltet, 0 - 24 cm entfernt
Referenzgruppe 14 Aufbewahrung am Tag: nicht am Körper getragen, zu hause oder im Schrank in der Schule
Gruppe 15 Aufbewahrung am Tag: am Gürtel oder in der Tasche
Gruppe 16 Aufbewahrung am Tag: in der Mantel- oder Jackentasche
Referenzgruppe 17 Status während des Lernens: ausgeschaltet
Gruppe 18 Status während des Lernens: eingeschaltet, lautlos
Referenzgruppe 19 Abstand zur Basisstation: > 300 m
Gruppe 20 Abstand zur Basisstation: ≤ 300 m
Referenzgruppe 21 Exposition im Schulgebäude: 1. Quartil (≤ 0,602 V/m)
Gruppe 22 Exposition im Schulgebäude: 2. Quartil (0,603 - 0,850 V/m)
Gruppe 23 Exposition im Schulgebäude: 3. Quartil (0,851 - 1,51 V/m)
Gruppe 24 Exposition im Schulgebäude: 4. Quartil (≥ 1,52 V/m)

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 14–16 Jahre
  • Merkmale: Schüler von Oberschulen in Izmir
  • Beobachtungszeitraum: 2009 - 2010
  • Studienort: Türkei (Izmir)

Studiengröße

Gesamtzahl 2.240
Anzahl auswertbar 2.150
Statistische Analysemethode:
  • logistische Regression

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Insgesamt 2021 (94,0%) Schüler nutzten ein Mobiltelefon. Von den Nutzern telefonierten 49,4% weniger als 10 min täglich und 52,2% schrieben oder empfingen 75 und mehr Textnachrichten pro Tag. Das am häufigsten genannte Symptom war Müdigkeit, gefolgt von Kopfschmerzen und Reizbarkeit.
Bei den Mobiltelefon-Nutzern (Gruppe 2) wurden im Vergleich zu den Nichtnutzern (Gruppe 1) häufiger Kopfschmerzen (OR 1,90; KI 1,30-2,77), Müdigkeit (OR 1,78; KI 1,21-2,63) und Schlafstörungen (OR 1,53; KI 1,05-2,21) beobachtet. Es wurde viele statistisch signifikante Zusammenhänge gefunden, die nicht allein zufällig zu erwarten sind. Einige der beobachteten Zusammenhänge wiesen eine Dosis-Wirkungs-Beziehung auf.
Beschränkte Hinweise wurden zwischen der Nähe zu Basisstationen und einigen Symptomen beobachtet. Es wurde kein Zusammenhang mit der Exposition im Schulgebäude gefunden.
Die Autoren schlussfolgern, dass ihre Ergebnisse auf einen Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und einigen subjektiven Symptomen hinweisen könnten.

Studie gefördert durch

  • The Scientific and Technical Research Council of Turkey (TÜBITAK), Turkey

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