Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Mobile phone use and health symptoms in children. epidem.

[Mobiltelefon-Nutzung und gesundheitliche Symptome bei Kindern].

Veröffentlicht in: J Formos Med Assoc 2015; 114 (7): 598-604

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer landesweiten Querschnittsstudie in Taiwan wurde der Zusammenhang zwischen der Mobiltelefon-Nutzung von Kindern im Alter von 11 bis 15 Jahren und den wahrgenommenen gesundheitlichen Symptomen nach Angaben ihrer Eltern untersucht.

Weitere Details

Als Mobiltelefon-Nutzer wurde ein Kind bezeichnet, wenn es ein eigenes Mobiltelefon besaß und es seit mindestens einem Monat vor der Befragung regelmäßig nutzte. Ein Kind, das das Mobiltelefon der Eltern verwendete, wurde nur dann als Mobiltelefon-Nutzer eingestuft, wenn es das Mobiltelefon während des Tages auch außerhalb von zu Hause nutzen konnte.
Der Gesundheits-Zustand des Kindes wurde in einer Befragung eines Elternteils eingeschätzt. Zusätzlich wurde erhoben, ob die Eltern sich wegen der Gesundheit ihres Kindes sorgten, ob sie dachten, dass die Gesundheit ihres Kindes schlechter als vor einem Jahr wäre und ihr Kind anfälliger für Krankheit als andere Kinder im gleichen Alter wäre.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 keine Mobiltelefon-Nutzung
Gruppe 2 Mobiltelefon-Nutzung

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 2.042
Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Rund 63,2% der taiwanesischen Kindern im Alter von 11 bis 15 Jahren nutzten Mobiltelefone.
Es wurde ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen der Mobiltelefon-Nutzung und Kopfschmerzen und Migräne (OR 1,42; KI 1,12-1,81) und Haut-Reizungen (OR 1,84; KI 1,47-2,29) beobachtet. Bei Schlafstörungen wurde kein signifikanter Zusammenhang gefunden. Bei Kindern, die regelmäßig ein Mobiltelefon nutzten, wurde der Gesundheitszustand schlechter als vor einem Jahr eingeschätzt.
Die Autoren schlussfolgerten, dass ihre Studie auf die Notwendigkeit einer vorsichtigeren Nutzung der Mobiltelefone durch Kinder hinweist, obwohl das Querschnittstudien-Design eine kausale Schlussfolgerung für den beobachteten Zusammenhang nicht zulässt.

Einschränkungen (lt. Autor)

Andere Risikofaktoren für die ausgewählten gesundheitlichen Symptome, wie z.B. Lebensstil, körperliche Aktivität und schulische Belastung, wurden nicht in der Studie berücksichtigt, wodurch die Ergebnisse verzerrt sein könnten.

Studie gefördert durch

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