Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Use of mobile and cordless phones and change in cognitive function: a prospective cohort analysis of Australian primary school children. epidem.

[Nutzung von Mobiltelefon und schnurlosen Telefonen und Veränderungen der kognitiven Funktion: eine prospektive Kohortenstudien-Analyse von australischen Grundschulkindern?]

Veröffentlicht in: Environ Health 2017; 16 (1): 62

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer in Australien durchgeführten prospektiven Kohortenstudie wurde der Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefon und Schnurlostelefon und den Wirkungen auf die kognitive Funktion bei Grundschulkindern untersucht.

Weitere Details

Die kognitive Funktion wurde mithilfe des computerbasierten psychometrischen CogHealth-Tests und des Stroop-Tests untersucht.
Die Ergebnisse der Erstuntersuchung von dieser Studie sind von Redmayne et al. (2016) veröffentlicht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 keine Veränderung oder Abnahme der Mobiltelefon-Nutzung zwischen Erstuntersuchung und Follow-Up
Gruppe 2 Zunahme der Mobiltelefon-Nutzung zwischen Erstuntersuchung und Follow-Up
Referenzgruppe 3 keine Veränderung oder Abnahme der Schnurlostelefon-Nutzung zwischen Erstuntersuchung und Follow-Up
Gruppe 4 Zunahme der Schnurlostelefon-Nutzung zwischen Erstuntersuchung und Follow-Up

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 619
Teilnehmerzahl 412
Teilnehmerrate 66,5 %
Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Von den 412 Kindern berichteten mehr Kinder, ein Schnurlostelefon (76% bei der Erstuntersuchung und bei Follow-Up) zu benutzen als ein Mobiltelefon (Angaben der Eltern: 31% bei der Erstuntersuchung und 43% bei Follow-Up; Angaben der Kinder: 57% bei der Erstuntersuchung und 68% bei Follow-Up). Der Median der wöchentlichen Anrufe lag bei der Erstuntersuchung sowohl mit einem Mobiltelefon als auch mit einem Schnurlostelefon bei 2 Anrufen und bei Follow-Up bei 2,5 Anrufen mit einem Mobiltelefon und 2 Anrufen mit einem Schnurlostelefon.
Insgesamt 4 der insgesamt 26 Veränderungen waren signifikant. Eine häufigere Mobiltelefon-Nutzung hing mit einer verminderten Antwortzeit bei Reaktionsunterdrückung, einer verminderten Anzahl an Gesamtfehlern bei der räumlichen Problemlösung und einer erhöhten Antwortzeit bei der Stroop-Interferenz-Aufgabe zusammen. Mit Ausnahme einer verminderten Detektionsgenauigkeit, hatte eine erhöhte Schnurlostelefon-Nutzung keine Wirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten. Aufgrund der geringen Anzahl an Mobil- und Schnurlostelefon-Anrufen können die beobachteten Veränderungen bei den kognitiven Aufgaben reine Zufallsergebnisse sein.
Die Autoren schlussfolgern, dass es beschränkte Hinweise gibt, dass eine Veränderung in der Mobiltelefon- und Schnurlostelefon-Nutzung mit einer veränderten kognitiven Funktion zusammenhängt.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Abschätzung der Telefonnutzung beruht auf den Angaben der Eltern und Kinder.

Studie gefördert durch

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