Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Mobile telephone use is associated with changes in cognitive function in young adolescents. epidem.

[Handy-Nutzung steht im Zusammenhang mit Veränderungen in der kognitiven Funktion bei Jugendlichen].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2009; 30 (8): 678-686

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde die MoRPhEUS-Studie in Australien durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und der kognitiven Funktion bei Jugendlichen zu untersuchen.

Weitere Details

Die kognitive Funktion wurden mit Hilfe des computerbasierten psychometrischen CogHealth-Tests und des Stroop-Tests untersucht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Exposition

Abschätzung

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 479
Teilnehmerzahl 317
Teilnehmerrate 66 %
Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

299 Kinder (94 %) nutzten ein Mobiltelefon, und 243 Kinder (77 %) besaßen ein eigenes Mobiltelefon.
Schüler, die mehr Telefonate pro Woche angaben, wiesen eine kürzere Antwortzeit bei einfachen und assoziativen Lern-Aufgaben auf, jedoch weniger richtige Antworten bei den Aufgaben zu dem Arbeitsgedächtnis und dem assoziativen Lernen. Signal-Detektion und Bewegungs-Feststellung sowie -Abschätzung standen nicht im Zusammenhang mit der Zahl der Anrufe pro Woche. Schüler, die mehr Telefonate angaben, benötigten mehr Zeit im Stroop-Test. Gleiche Ergebnisse ergaben sich für die Gesamtzahl der SMS-Nachrichten pro Woche, was darauf hin deutet, dass die kognitiven Veränderungen nicht auf der hochfrequenten Exposition beruhen.
Die Autoren schlussfolgerten, dass die Mobiltelefon-Nutzung mit schnelleren und weniger richtigen Antworten auf schwierigere kognitive Aufgaben im Zusammenhang steht. Dieses Verhalten könnte durch das häufige Nutzen eines Mobiltelefons erlernt worden sein.

Studie gefördert durch

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