Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Use of mobile phones and changes in cognitive function in adolescents. epidem.

[Nutzung von Mobiltelefonen und Veränderung in der kognitiven Funktion bei Jugendlichen].

Veröffentlicht in: Occup Environ Med 2010; 67 (12): 861-866

Ziel der Studie (lt. Autor)

Die MoRPhEUS-Studie (Australian Mobile Radiofrequency Phone Exposed Users' Study) wurde durchgeführt, um einen möglichen Zusammenhang zwischen der Exposition bei Mobiltelefonen und der kognitiven Funktion bei australischen Jugendlichen zu untersuchen. Die Ergebnisse der Erstuntersuchung sind in der Studie von Abramson et al. (2008) veröffentlicht.
In der vorliegenden Studie wurde erforscht, ob nach einem Jahr ein anderes Ergebnis in der kognitiven Funktion auftritt und/oder ob eine höhere Exposition in dem Zeitraum zu einer Veränderung der kognitiven Funktion führt.

Weitere Details

Die kognitive Funktion wurden mit Hilfe des computerbasierten psychometrischen CogHealth-Tests und des Stroop-Tests untersucht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:

Exposition

Abschätzung

Population

Studiengröße

Typ Wert
Anzahl geeignet 317
Teilnehmerzahl 236
Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Der Anteil der Mobiltelefon-Besitzer, die Anzahl an Anrufen und SMS pro Woche erhöhten sich von der Eingangsuntersuchung bis zum Follow-up. 75 % der Jugendlichen besaßen ein Mobiltelefon bei der ersten Untersuchung und 86 % bei der zweiten. Zu Beginn berichteten die Schüler von 8 Telefonaten und 8 SMS pro Woche im Median, bei dem Follow-Up von jeweils 10. Der Anstieg in der Exposition während der Studiendauer wurde vor allem bei jenen beobachtet, die bei der Erstuntersuchung eine geringere Anzahl von Telefonaten angaben.
Es wurde ein Zusammenhang zwischen der Mobiltelefon-Nutzung und Veränderungen in einigen der kognitiven Test-Ergebnisse beobachtet, insbesondere häufiger eine Veränderung in der Reaktionszeit als eine Veränderung in der Genauigkeit. Die Teilnehmer mit mehr Anrufen und Textnachrichten in der Erstuntersuchung, aber ohne höhere Exposition im Follow-Up, zeigten eine geringere Reduzierung der Antwortenzeiten bei einigen Aufgaben des CogHealth-Tests. Es wurde kein Zusammenhang zwischen der Mobiltelefon-Nutzung und dem Stroop-Test beobachtet. Desweiteren bestand kein Zusammenhang zwischen Unterschieden in der Anzahl der Textnachrichten und Veränderungen im CogHealth-Test oder Stroop-Test.
Die Autoren schlussfolgerten, dass die beobachteten Veränderungen in der kognitiven Funktion über den Zeitraum mit der statistischen Regression zur Mitte zusammenhängen und nicht auf der Wirkung der Mobiltelefon-Exposition beruhen.

Studie gefördert durch

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