Studientyp: Epidemiologische Studie

Association between estimated whole-brain radiofrequency electromagnetic fields dose and cognitive function in preadolescents and adolescents. epidem.

[Zusammenhang zwischen der geschätzten Dosis hochfrequenter elektromagnetischer Felder im gesamten Gehirn und der kognitiven Funktion bei Kindern und Jugendlichen].

Veröffentlicht in: Int J Hyg Environ Health 2020; 231: 113659 [im Druck]

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer in der Niederlande und Spanien durchgeführten Querschnittsstudie wurde der Zusammenhang zwischen der geschätzten Dosis hochfrequenter elektromagnetischer Felder (HF-EMF) im gesamten Gehirn und der kognitiven Funktion bei Kindern und Jugendlichen untersucht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Exposition

Abschätzung

Population

Studiengröße

Typ Wert
Teilnehmerzahl 3.213
Sonstiges:

1.664 niederländische Kinder, 1.288 spanische Kinder und 261 spanische Jugendliche

Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die geschätzte HF-EMF-Gesamtdosis für das Gehirn betrug 90,1 mJ/kg/Tag (Interquartilsbereich (IQR) 42,7; 164,0) bei den niederländischen und spanischen Kindern und 105,1 mJ/kg/Tag (IQR 51,0; 295,7) bei den spanischen Jugendlichen.
Höhere geschätzte HF-EMF-Dosen aus allen HF-EMF-Quellen gemeinsam sowie von Telefonanrufen waren mit niedrigeren nonverbalen Intelligenz-Werten bei den niederländischen und spanischen Kindern assoziiert (- 0,10 Punkte, KI -0,19; - 0,02 pro 100 mJ/kg/Tag Anstieg der jeweiligen Exposition). Jedoch gab es für die anderen kognitiven Funktionen keinen Zusammenhang mit der HF-EMF-Dosis für das gesamte Gehirn bei den Kindern und Jugendlichen.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine höhere Exposition des Gehirns bei HF-EMF mit einer geringeren nonverbalen Intelligenz, aber nicht mit anderen kognitiven Funktionen zusammenhängen könnte.

Einschränkungen (lt. Autor)

Aufgrund des Querschnittsstudien-Designs, der kleinen Effektgrößen und der unbekannten biologischen Wirkungsmechanismen können die Autoren nicht ausschließen, dass die Ergebnisse auf Zufallsbefunden oder umgekehrter Kausalität beruhen.

Studie gefördert durch

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