Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

The physiological influence of alternating current electromagnetic field exposure on human subjects. med./bio.

[Der physiologische Einfluss elektromagnetischer Feldexposition von Wechselstrom auf menschliche Probanden].

Veröffentlicht in: IEEE International Conference on Systems, Man, and Cybernetics (SMC), 2017. IEEE, Banff, Canada 2017, ISBN 9781538616451: 2442-2447

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die akuten Wirkungen eines 50 Hz-Magnetfeldes auf die Blutfluss-Geschwindigkeit und die Muskel-Aktivität im Arm von gesunden Probanden untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Zur Untersuchung der Blutfluss-Geschwindigkeit wurden sechs gesunde männliche Freiwillige herangezogen. Nach einer 10-minütigen Pause im Sitzen mussten die Probanden ihren linken Arm für etwa 30 Minuten auf das Expositions-Gerät legen. Nach einer 5-minütigen Pause startete die Exposition beziehungsweise Schein-Exposition und die erste Messung wurde durchgeführt (Zeitpunkt 0). Während der 15-minütigen Exposition/Schein-Exposition wurden die Messungen alle 5 Minuten durchgeführt (Zeitpunkte 1-4), sowie 5 und 10 Minuten, nachdem die Exposition/Schein-Exposition beendet war (Zeitpunkte 5 und 6). Für jeden Zeitpunkt wurde die Geschwindigkeit dreifach gemessen und ein Mittelwert gebildet. Die Messungen wurden zwei- bis fünf-mal an verschiedenen Tagen wiederholt.
In einer Vorstudie wurde die Muskel-Aktivität bei 3 Probanden bestimmt. Die Elektromyographie wurde kontinuierlich für 33 Minuten (oder 38 Minuten? Widersprüchliche Angaben) am rechten Arm durchgeführt. Nach einer 5-minütigen Pause starteten die Messungen. Vor und nach der Expostion/Schein-Exposition wurden "Gewichtsbelastungen" durch das Halten von 5 kg für 2-3 Minuten durchgeführt. Die Messungen wurden zwei- bis vier-mal wiederholt.
Bemerkung EMF-Portal: Wahrscheinlich waren die Probanden für die Messung der Blutfluss-Geschwindigkeit und der Muskel-Aktivität dieselben, weil angegeben wird, dass die verschiedenen Parameter an unterschiedlichen Tagen gemessen wurden.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 15 Minuten

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 15 Minuten
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 0 cm
Aufbau zwei separate elektromagnetische Spulen wurden horizontal innerhalb des Expositions-Gerätes positioniert; der nackte Unterarm wurde auf das Expositions-Gerät gelegt
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 180 mT - gemessen - direkt am Expositions-Gerät
magnetische Flussdichte 13 mT - gemessen - im Abstand von 3 cm

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Blutfluss-Geschwindigkeit: Die Unterschiede in den Basislinien der einzelnen Individuen waren sehr groß (Bemerkung EMF-Portal: unklar, wann Basislinie aufgezeichnet wurde, vielleicht an Zeitpunkt 0?). Deshalb wurde für jeden Proband die Veränderungsrate zur Basislinie in Prozent analysiert. Die Schein-Exposition führte im Vergleich zur Basislinie zu einer signifikanten Verringerung, möglicherweise durch die Immobilisierung. Dagegen führte die Exposition im Vergleich zur Basislinie und zur Schein-Exposition zu einer signifikanten Erhöhung der Blutfluss-Geschwindigkeit mit einem Spitzenwert bei 15 Minuten. Nachdem die Exposition beendet war, sank die Blutfluss-Geschwindigkeit wieder.
Muskelaktivität (Elektromyographie): Es wurden keine signifikanten Veränderungen zwischen der Exposition und der Basislinie festgestellt (Bemerkung EMF-Portal: Keine Angaben für Unterschiede zwischen Expositions- und Schein-Expositions-Bedingung).
Die Autoren schlussfolgern, dass ein 50 Hz-Magnetfeld die Blutzirkulation erhöhen könnte und stellen die Hypothese auf, dass elektrische Wirbelströme diese Wirkung auslösen könnten.

Studienmerkmale:

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