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Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

The impact of electric fields on testis physiopathology, sperm parameters and DNA integrity-The role of resveratrol.

[Der Einfluss von elektrischen Feldern auf die Hoden-Physiopathologie, Spermien-Parameter und DNA-Integrität - Die Rolle von Resveratrol].

Veröffentlicht in: Andrologia 2018 [im Druck]

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen von 50 Hz-elektrischen Feldern auf die Physiologie und Morphologie von Ratten-Hoden sowie die möglicherweise nützliche Wirkung von Resveratrol untersucht werden.
Hintergrund/weitere Details: Resveratrol ist ein Phytoalexin mit antioxidativen Eigenschaften und kommt beispielsweise in Trauben vor.
Insgesamt wurden 32 Ratten auf vier Gruppen aufgeteilt (n=8 pro Gruppe): 1) Kontrollgruppe, Ratten bekamen 0,1 ml physiologisches Serum (möglicherweise Salzlösung?), 2) elektrische Feld-Exposition und physiologisches Serum, 3) elektrische Feld-Exposition und Resveratrol (20 mg pro kg Körpergewicht pro Tag) und 4) Resveratrol.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 23 Stunden/Tag für 30 Tage
Exposition 1
Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 23 Stunden/Tag für 30 Tage
Expositionsaufbau
Aufbau Expositions-System wurde aus zwei parallelen Platten (2 mm-dicke rostfreie Chrom-Nickel-Platten) mit abgerundeten Ecken (zur Sicherstellung der Feld-Homogenität) gebildet; Platten wurden in einem Abstand von 65 cm zueinander positioniert; Tierkäfige waren aus Plastik um das elektrische Feld nicht zu stören; Käfige wurden in aufrechter Position auf einer hölzerner Basis parallel positioniert; ein Kabel wurde mit dem Zentrum der Platte verbunden und durch die äußeren Bereiche des Käfigs geführt
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 10 kV/m - berechnet und gemessen - ± 0,049 kV/m
Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Ratten, die bei dem elektrischen Feld exponiert wurden (Gruppe 2), hatten im Vergleich zur Kontrollgruppe (Gruppe 1) eine signifikant verringerte Spermien-Anzahl und Spermienmotilität, während DNA-Schäden signifikant häufiger auftraten. Allerdings wurde die Wirkung durch die Verabreichung von Resveratrol aufgehoben (Gruppe 3). Außerdem war das Ausmaß an oxidativem Stress bei Ratten, die bei dem elektrischen Feld exponiert waren, höher als bei der Kontrollgruppe, was sich in einem signifikant erhöhten Gehalt an Malondialdehyd sowie signifikant verringerten Enzymaktivitäten der Katalase, Superoxid-Dismutase und Glutathionperoxidase zeigte. Wiederum verhinderte die Verabreichung von Resveratrol die Wirkungen.
In der histologischen Untersuchung wurden bei Ratten, die bei dem elektrischen Feld exponiert wurden, mehrere pathologische Veränderungen (z.B. Ödeme im interstitiellen Gewebe, Abtrennung der Basallamina in den Samenkanälchen) gefunden, die in der Kontrollgruppe nicht auftraten. Die pathologischen Veränderungen traten auch bei den Ratten auf, die neben dem elektrischen Feld noch Resveratrol verabreicht bekamen, jedoch in einer abgeschwächten Form. Die Anzahl der apoptotischen Zellen in den Samenkanälchen war bei den elektrischen Feld-exponierten Ratten mit und ohne Resveratrol signifikant höher als in der Kontrollgruppe.
Das Körpergewicht war bei Ratten, die bei dem elektrischen Feld exponiert wurden, signifikant höher als bei der Kontrollgruppe, jedoch nicht bei Ratten, die zusätzlich noch Resveratrol verabreicht bekamen.
Es wurden keine Unterschiede bei den Hormon-Gehalten zwischen Ratten, die bei dem elektrischen Feld exponiert wurden, und Ratten der Kontrollgruppe gefunden.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Exposition von Ratten bei einem 50 Hz-elektrischen Feld eine schädliche Wirkung auf die Ratten-Hoden haben und dass Resveratrol diese Wirkungen abschwächen könnte.
Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

  • The Scientific and Technical Research Council of Turkey (TÜBITAK), Turkey

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