Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

A comparative study on influences of static electric field and power frequency electric field on cognition in mice med./bio.

[Eine vergleichende Studie über die Einflüsse eines statischen elektrischen Feldes und eines elektrischen Feldes mit Netzfrequenz auf die Kognition bei Mäusen]

Veröffentlicht in: Environ Toxicol Pharmacol 2019; 66: 91-95

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer Exposition bei einem statischen elektrischen Feld oder einem 50 Hz-elektrischen Feld auf das Lernen und Gedächtnis bei Mäusen untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die Mäuse wurden zufällig auf vier Gruppen aufgeteilt (n=50 pro Gruppe): 1) statische elektrische Feld-Exposition und 2) die dazugehörige Kontrollgruppe, 3) 50 Hz-elektrische Feld-Exposition und 4) die dazugehörige Kontrollgruppe. Die Mäuse wurden für 49 Tage exponiert und das Morris-Wasserlabyrinth wurde an den Tagen 2-6, 9-13, 16-20, 30-34, und 44-48 untersucht. Nach 7, 14, 21, 35 und 49 Tagen Exposition wurden jeweils zehn Mäuse pro Gruppe getötet und das Gehirn wurde entnommen, um den Gehalt an Glutamin und GABA zu bestimmen.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1:
Expositionsdauer: kontinuierlich für bis zu 49 Tage
Exposition 2: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für bis zu 49 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für bis zu 49 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer Mäuse wurden in Plastikkäfigen mit offenem Deckel gehalten und exponiert (35 cm×25 cm×46 cm; Länge×Breite×Höhe); je zehn Mäuse pro Käfig
Aufbau die zwei Elektroden (Durchmesser jeweils 3 m), die das statische elektrische Feld generierten, wurden parallel mit einem Abstand von 1 m angebracht; die exponierte Gruppe wurde in der Mitte der unteren Elektrode platziert; Temperatur wurde konstant bei 22°C ± 1°C und einer Luftfeuchtigkeit von 40-50% gehalten
Zusatzinfo Der Käfig der Kontrollgruppe wurde direkt unter das Expositions-System auf den Boden gestellt
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 35 kV/m - gemessen - ± 1,1 kV/m

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für bis zu 49 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 35 kV/m - gemessen - ± 0,9 kV/m

Referenzartikel

  • Xu Y et al. (2018): Duration-dependent effect of exposure to static electric field on learning and memory ability in mice
  • Wu S et al. (2017): Does static electric field from ultra-high voltage direct-current transmission lines affect male reproductive capacity? Evidence from a laboratory study on male mice
  • Leitgeb N (2014): Limiting electric fields of HVDC overhead power lines
  • Johnson GB (1983): Electric Fields and Ion Currents of a ±400 kV HVDC Test Line

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Im Morris-Wasserlabyrinth zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen der Gruppe, die bei dem statischen elektrischen Feld exponiert wurde und der entsprechenden Kontrollgruppe. Allerdings wurde bei Mäusen, die bei dem 50 Hz-elektrischen Feld exponiert wurden, die Latenzzeit am 33. Expositionstag im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant reduziert.
Zwischen Mäusen, die bei dem statischen elektrischen Feld exponiert wurden und denen der Kontrollgruppe, zeigten sich keine Unterschiede im Glutamin- und GABA-Spiegel. Allerdings wurde bei Mäusen, die bei dem 50 Hz-elektrischen Feld exponiert wurden, im Vergleich zur Kontrollgruppe nach 21 und 35 Tagen ein signifikant erhöhter Glutamin-Spiegel festgestellt.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Daten darauf hindeuten, dass statische elektrische Felder keinen Einfluss auf Lernen und Gedächtnis bei Mäusen haben, dass 50 Hz-elektrische Felder jedoch Lernen und Gedächtnis verbessern könnten.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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