Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Occupational exposure to extremely low frequency magnetic fields and mortality from cardiovascular disease. epidem.

[Berufliche Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und Mortalität an Herz-Kreislauf-Erkrankungen].

Veröffentlicht in: Am J Epidemiol 2003; 158 (6): 534-542

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde der Zusammenhang zwischen beruflicher Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen in einer Population von schwedischen Zwillingen untersucht.

Weitere Details

Die Exposition wurde durch Verbindung des Berufs, der 1967 oder 1973 erfragt wurde, mit einer Job-Exposure-Matrix abgeschätzt. Vier Expositionsstufen bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern wurden in Beziehung mit der ursachenspezifischen Sterblichkeit bis 1996 gesetzt. Ein weiteres Ziel der Studie war die Untersuchung, ob genetische Disposition für Herz-Kreislauf-Erkrankung den Zusammenhang zwischen Exposition und Krankheit verändert.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (relatives Risiko (RR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Magnetfeld-Exposition, niedrig: < 0,10 µT
Gruppe 2 mittlere Magnetfeld-Exposition: 0,10 - 0,19 µT
Gruppe 3 hohe Magnetfeld-Exposition: 0,20 - 0,29 µT
Gruppe 4 sehr hohe Magnetfeld-Exposition: ≥ 0,30 µT
Referenzgruppe 5 keine genetische Disposition & Magnetfeld-Exposition < 0,20 µT
Gruppe 6 keine genetische Disposition & Magnetfeld-Exposition ≥ 0,20 µT
Gruppe 7 genetische Disposition & Magnetfeld-Exposition < 0,20 µT
Gruppe 8 genetische Disposition & Magnetfeld-Exposition ≥ 0,20 µT

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 27.790
Sonstiges:

Personenjahre mit Follow-Up: 613 133

Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es gab insgesamt keinen Anstieg in der Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen innerhalb der verschiedenen Expositionsgruppen. Wenn keine genetische Disposition für die Krankheit vorlag, war eine geringe Wirkung der Magnetfelder unter 0,20 µT zu beobachten. Hingegen wurde eine starke Wirkung bei genetischer Disposition ohne Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern gefunden. Wenn beide Faktoren vorhanden waren, wurde ein stark erhöhtes Risiko (RR 2,68; KI 1,09; 6,58) beobachtet; ein synergistischer Effekt trat besonders bei eineiigen Zwillingen auf.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Exposition wurde mit Hilfe eines Fragebogen und einer Job-Exposure-Matrix ohne Einbeziehung der Expositionsdauer oder individueller Messung abgeschätzt. Die Analysen zu der genetischen Disposition und Exposition basiert auf geringen Fallzahlen.

Studie gefördert durch

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