Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Radial arm maze performance of rats following repeated low level microwave radiation exposure. med./bio.

[Verhalten von Ratten in einem strahlenförmigen Arm-Labyrinth im Anschluss an wiederholte schwache Mikrowellen-Befeldung].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2004; 25 (1): 49-57

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten mögliche Veränderungen im Arbeitsgedächtnis von Ratten nach Ganzkörper-Exposition in Mikrowellen-Feldern untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Vor der Exposition erhielten die Ratten eine Injektion von einer von drei psychoaktiven Substanzen (Physostigmin, Naltrexon-Hydrochlorid, Naloxon-Methiodid) oder eine Salzlösung. Auf diese Weise sollte bestimmt werden, ob die jeweilige Substanz mit der Mikrowellen-Befeldung interagieren und die Ausführungen im Labyrinth beeinflussen würde. Die Studie wurde als Versuch durchgeführt, um die Ergebnisse einer früheren Studie zu bestätigen (Publikation 109).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 2,45 GHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: 45 Min jeweils an 10 Versuchtagen

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,45 GHz
Expositionsdauer 45 Min jeweils an 10 Versuchtagen
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 2 µs
Pakete pro Sekunde 500
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer Plexiglass chamber
Aufbau waveguide constructed of galvanized wire screen in which a circularly polarized TE11 mode field configuration was realized
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 600 µW/g Mittelwert gemessen Ganzkörper Dewar flask Kalorimetrie und Differential Power Methode.

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Analysen der Irrtums-Raten deckten keinen signifikanten Befeldungs-Effekt auf, keinen signifikanten Arzneimittel-Effekt und keine signifikante Interaktion zwischen den beiden Faktoren. Es gab einen signifikanten Unterschied bei den Testtagen mit sich wiederholenden Test-Prozessen, was darauf hinweist, dass das Lernen erreicht wurde. Es gab keine signifikante Interaktion des Testtages und den anderen beiden Hauptfaktoren. Die Ergebnisse der Analysen der Zeit, die jede Ratte benötigt, um alle 12 "beköderten" Arme aufzusuchen, beinhaltet keinen signifikanten Expositions-Effekt, einen signifikanten Arzneimittel-Effekt, einen signifikanten Effekt des Testtages und eine signifikante Interaktion zwischen dem Arzneimittel und den Testtag-Faktoren.
Die Autoren schlussfolgern, dass es aufgrund der vorliegenden Studie keinen Nachweis gibt, dass eine Exposition in Mikrowellen-Feldern unter den gegebenen Parametern eine Verminderung der Fähigkeit von Ratten gibt, eine räumliche Gedächtnis-Aufgabe zu lernen. Diese Ergebnisse und die aus anderen Studien zu möglichen Arbeitsgedächtnis-Änderungen zeigen somit abweichende Ergebnisse.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Replizierte Studien

Kommentare zu diesem Artikel

Themenverwandte Artikel