Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Nonthermal effects of mobile-phone frequency microwaves on uteroplacental functions in pregnant rats. med./bio.

[Nichtthermische Wirkungen von Mikrowellen im Frequenzbereich des Mobilfunks auf die utero-plazentaren Funktionen trächtiger Ratten].

Veröffentlicht in: Reprod Toxicol 2003; 17 (3): 321-326

Ziel der Studie (lt. Autor)

In dieser Studie sollte überprüft werden, ob eine athermische 915 MHz-Mikrowellen-Befeldung Auswirkungen auf trächtige Ratten zeigt.

Hintergrund/weitere Details

In sechs unterschiedlichen Behandlungsgruppen wurden insgesamt 36 Ratten untersucht.: 1.) Ratten, die bei 0.6 mW/cm2 Mikrowellen exponiert wurden, 2.) Ratten, die bei 3 mW/cm2 Mikrowellen exponiert wurden, 3.) Ratten, die in 38°C -Wasser eingetaucht wurden (induzierte denselben Anstieg der Kolon-Temperatur wie die bei 0.6 mW/cm2 Mikrowellen exponierte Gruppe), 4.) Ratten, die in 40°C-Wasser eingetaucht wurden (induzierte denselben Anstieg der Kolon-Temperatur wie die bei 3 mW/cm2 Mikrowellen exponierte Gruppe), 5.) Ratten, die in 34°C-Wasser eingetaucht wurden (dies wurde als thermo-neutral angenommen), 6.) Kontroll-Ratten.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 915 MHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: kontinuierlich für 90 min

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 915 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 90 min
Zusatzinfo Padilla JM, Bixby RR. Using Dewar flask calorimetry and rectal temperatures to determine the SARs of small rodents. USAFSAM-TP-86-3. TX, USA: Brooks AFB 1986.
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • magnetron, applicator (350 mm x 470 mm x 455 mm)
Kammer The environment of the exposure facility was maintained at 21-23 °C and 50-60% humidity.
Aufbau Rats were placed individually into semi-cylindrical acrylic plastic holders (inner diameter 60 mm, length 170 mm, walls 5 mm) and exposed in the device described previously [Inaba et al., 1992]. Two holders were put into the applicator with their long axis oriented parallel to the electric field.
Zusatzinfo Rats were assigned to six groups: exposed to EMF at 0.6 or 3 mW/cm²; immersed in water at 38, 40 °C (inducing about the same increase in colonic temperature as the EMF) or at 34 °C (thermoneutral) or in a control group.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 0,6 mW/cm² - gemessen - ±10%
SAR 0,4 W/kg - gemessen Ganzkörper -
Leistungsflussdichte 3 mW/cm² - gemessen - ±10%
SAR 2 W/kg - gemessen Ganzkörper -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Zwischen den trächtigen Ratten, die in 34°C-Wasser und denen, die in 38°C-Wasser eingetaucht wurden, zeigten sich signifikante Unterschiede in der utero-plazentaren Durchblutung und in den plazentaren endokrinologischen Parametern aber nicht zwischen den in 38°C-Wasser eingetauchten Ratten und denen bei 0.6 mW/cm2 Mikrowellen exponierten Ratten. Im Gegensatz dazu wurde ein signifikanter Abfall in der utero-plazentaren Durchblutung und dem Östradiol-Spiegel zwischen den Ratten beobachtet, die mit 3 mW/cm2 Mikrowellen befeldet wurden und den Ratten, die in 40°C-Wasser eingetaucht wurden. Deswegen scheint die Exposition bei Mikrowellen, die zu einer Körperkern-Temperaturerhöhung von 3.5°C führen, utero-plazentare Dysfunktionen über thermische und athermische Wirkungen zu erzeugen.
Die Mikrowellen-Exposition bei 0,6 mW/cm2 und das Eintauchen in 38°C-Wasser verminderte die Aktivität der natürlichen Killerzellen in der Milz aber die Mikrowellen-Exposition bei 3 mW/cm2 veränderte die Aktivität der natürlichen Killerzellen in der Milz nicht, verglichen mit der Gruppe, die in 34°C-Wasser eingetaucht wurde.
Zusammengefasst zeigt die Mikrowellen-Exposition bei 0,6 mW/cm2 (von der ANSI empfohlener gängiger höchster Expositions-Schwellenwert) keine athermischen Wirkungen auf den utero-plazentaren Blutfluss, den Östradiol- und Progesteron-Gehalt im Blut und die Aktivität der natürlichen Killerzellen in der Milz.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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