Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Absence of corneal endothelium injury in non-human primates treated with and without ophthalmologic drugs and exposed to 2.8 GHz pulsed microwaves med./bio.

[Ausbleiben von Hornhaut-Endothel-Verletzungen bei nicht-menschlichen Primaten mit und ohne Behandlung mit augenärztlichen Medikamenten und exponiert bei 2,8 GHz gepulsten Mikrowellen]

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2010; 31 (4): 324-333

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen gepulster Mikrowellen und die Wechselwirkung mit augenärztlichen Substanzen (Timolol und Xalatan) auf einen endothelialen Hornhaut-Schaden bei vier Rhesusaffen unter Betäubung untersucht werden, um die Ergebnisse früherer Studien (Kues et al. 1985 und Kues et al. 1992) zu bestätigen, die von einem Mikrowellen-induzierten endothelialen Hornhaut-Schaden bei einem niedrigen Schwellenwert (2.6 W/kg) berichteten. Zusätzlich berichteten die früheren Studien, dass vasoaktive augenärztliche Medikamente den Schwellenwert um einen Faktor von 10 auf 0.26 W/kg erniedrigten.

Hintergrund/weitere Details

Ein Versuchsablauf mit neun Expositionen wurde für das erste Experiment ausgewählt. Die Arzneimittel-Sensibilisierung der Mikrowellen-induzierten endothelialen Hornhaut-Verletzung im zweiten Experiment (ein Jahr später) folgte dem Versuchsablauf mit drei Expositionen gemäß Kues at al. (Kues et al. 1992).
In Experiment I wurden die augenärztlichen Untersuchungen vor und 7, 30, 90 und 180 Tage nach den Expositionen vorgenommen. In Experiment II wurden die augenärztlichen Untersuchungen 7, 30, 90 und 180 Tage nach den Expositionen durchgeführt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 2,8 GHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 4 h/Tag, 3 Tage/Woche während 3 Wochen
Experiment 1
Exposition 2: 2,8 GHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 4 h/Tag an 3 oder 7 Tagen
Experiment 2

Allgemeine Informationen

Experiment 2 was executed one year after experiment 1. In experiment 2 subjects were pretreated with 0.5 % Timolol maleate and 0.005 % Xalatan(R) before exposure to pulsed microwaves

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,8 GHz
Typ
Charakteristik
Expositionsdauer kontinuierlich für 4 h/Tag, 3 Tage/Woche während 3 Wochen
Zusatzinfo Experiment 1
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 1,5 µs
Folgefrequenz 34 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau rectangular waveguide connected to a 2.44 m x 3.66 m x 2.44 m anechoic chamber, lined with 15 cm Eccosorb cones; aluminum-flanged WR284 waveguide and a pressure plate located at the end of the microwave transmission line were used as an open-ended waveguide antenna; surface of the subject's eyes centerd in the boresight of the open-ended waveguide antenna at a distance of 20 cm
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 29 W Mittelwert über Zeit gemessen - -
Leistungsflussdichte 13 mW/cm² Mittelwert über Zeit gemessen - -
Leistungsflussdichte 464 mW/cm² Spitzenwert gemessen - -
Leistungsflussdichte 14,2 mW/cm² Mittelwert über Zeit gemessen - im abstand von 20 cm von der Druckplatte

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,8 GHz
Typ
Charakteristik
Expositionsdauer kontinuierlich für 4 h/Tag an 3 oder 7 Tagen
Zusatzinfo Experiment 2
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 1,5 µs
Folgefrequenz 34 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 29 W Mittelwert über Zeit gemessen - -
Leistungsflussdichte 13 mW/cm² Mittelwert über Zeit gemessen - -
Leistungsflussdichte 464 mW/cm² Spitzenwert gemessen - -
Leistungsflussdichte 14,2 mW/cm² Mittelwert über Zeit gemessen - im abstand von 20 cm von der Druckplatte

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Mikrowellen-Exposition führte zu einem 1,0-1,2°C-Anstieg der Augenlid-Temperatur, aber die absolute Temperatur überstieg nie 38°C, den Wert der gut unterhalb des bekannten Schwellenwertes für einen Schaden liegt. Die gepulste Mikrowellen-Exposition verursachte keine Veränderungen in der endothelialen Zelldichte der Hornhaut und in der Hornhaut-Dicke, weder mit noch ohne augenärztliche Substanzen.
Die Autoren folgern deswegen, dass frühere Veränderungen in der Hornhaut, die bei gepulsten Mikrowellen exponiert wurden, nicht für Expositions-Werte bestätigt wurden, die mehr als eine Zehnerpotenz höher waren.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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