Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Impact of 13.56-MHz radiofrequency identification systems on the quality of stored red blood cells. med./bio.

[Einfluss von 13,56 MHz-Hochfrequenz-Identifikationssystemen auf die Qualität von konservierten roten Blutkörperchen].

Veröffentlicht in: Transfusion 2011; 51 (11): 2384-2390

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die biologischen Wirkungen von 13,56 MHz RFID-Technologie auf Blut-Produkt-Proben untersucht werden, die durch anhaltende Exposition (0-42 Tage) verursacht werden.

Hintergrund/weitere Details

RFID-Anwendung wird zur Temperatur-Messung von konservierten Blut-Produkten verwendet, um die Entscheidung zu unterstützen, ob Blut-Produkte verworfen werden oder weiter verwendet werden können.
16 rote Blutkörperchen-Einheiten wurden bei 4±2°C für 42 Tage konserviert. 12 Einheiten dienten als Kontrollproben und 4 Einheiten wurden als Test-Proben (Exposition) verwendet.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 13,56 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 42 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 13,56 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 42 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • Siemens Moby SLG D12 RFID reader-writer with a 6 cm x 12 cm antenna
Kammer 410 cm x 350 cm x 280 cm cold storage room with an ambient temperature of 4±2°C
Aufbau RFID system consisting of a semiactive RFID tag on the blood sample bag and a RFID reader-writer; operating distance 0 - 120 mm; experiments done in the cold storage room
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 1 W - - - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

In beiden Gruppen nahmen die Glukose- und pH-Werte ab, wohingegen Lactat, freies Hämoglobin und Kalium innerhalb der erwarteten Werte zunahmen. Die Hämolyse-Rate zeigte bei beiden Gruppen einen Anstieg nach dem 25. Tag (mit leicht erhöhten Werten bei den exponierten Proben), aber blieb unterhalb des akzeptierten maximalen Grenzwerts von 0,8%. Signifikante Unterschiede wurden zwischen der Expositions- und der Kontrollgruppe bei den Werten von Hämoglobin und Hämatokrit am Tag 7, im pH-Wert an den Tagen 14, 21und 28 und bei Lactat an den Tagen 28 und 35 beobachtet, aber die biochemischen Veränderungen aller Proben blieben während der gesamten Studie innerhalb der erwarteten Werte.
Insgesamt blieben bei beiden Gruppen alle gemessenen Variablen innerhalb der akzeptierten Grenzwerte ohne igrendwelche offensichtlichen nachteiligen Wirkungen von RFID auf die roten Blutkörperchen; deswegen kann man schlussfolgern, dass es praktikabel ist, RFID-aktivierte Prozesse zu implementieren.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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