Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

GSM 900 MHz microwave radiation affects embryo development of Japanese quails. med./bio.

[900 MHz-GSM-Mikrowellen-Befeldung beeinflusst die Embryo-Entwicklung Japanischer Wachteln].

Veröffentlicht in: Electromagn Biol Med 2012; 31 (1): 75-86

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen von Mikrowellen, welche von einem GSM-Mobiltelefon 900 MHz emittiert wurden, auf die Embryonal-Entwicklung bei Wachteln untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die Embryonen wurden in ovo (im Ei) exponiert. Zwei Experimente wurden durchgeführt: 1 a) nicht exponiert für 38 h (n=10), 1 b) exponiert für 38 h (n=10), 2 a) nicht exponiert für 14 Tage und 2 b) exponiert für 14 Tage (n=56-68 (Anmerkung EMF-Portal: Unklar, ob die Stichprobengröße sich nur auf die Expositions-Gruppe oder auf beide Gruppen bezieht)).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 890–915 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 38 h
Exposition 2: 890–915 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 14 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 890–915 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 38 h
Zusatzinfo channel rotating frequency: 217 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer 920 mm x 590 mm x 530 mm laboratory incubator with metal covers removed from the door and the sides and replaced by plastic covers; temperature of incubation during the first 14 days was 38.3°C; after 14 days of incubation the temperature of incubation was lowered to 37.5°C
Aufbau eggs placed on horizontal trays; cell phone positioned on a plastic stand inside the incubator at a distance of 3 cm from the eggs; unexposed eggs placed inside the same incubator at a distance of 6 cm from the exposed eggs and shielded by aluminum foil; cell phone kept in connecting mode by auto-redial; each connecting attempt lasted 45 s; distance between the phone and the eggs: 3 cm - 10 cm
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 0,21 µW/cm² - gemessen - ± 0,014 µW/cm² im Abstand von 3 cm zum Mobiltelefon
Leistungsflussdichte 0,024 µW/cm² - gemessen - ± 0,003 µW/cm² im Abstand von 10 cm zum Mobiltelefon
SAR 0,79 W/kg - gemessen - Herstellerangabe

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 890–915 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 14 Tage
Zusatzinfo channel rotating frequency: 217 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 0,21 µW/cm² - gemessen - ± 0,014 µW/cm² im Abstand von 3 cm zum Mobiltelefon
Leistungsflussdichte 0,024 µW/cm² - gemessen - ± 0,003 µW/cm² im Abstand von 10 cm zum Mobiltelefon
SAR 0,79 W/kg - gemessen - Herstellerangabe

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Im ersten Experiment war in der exponierten Gruppe die Anzahl der Somiten im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant erhöht. Es traten keine Unterschiede in der Oberflächentemperatur der Eier zwischen der exponierten Gruppe und der Kontrollgruppe auf.
Im zweiten Experiment wurde im Vergleich zur Kontrollgruppe bei der exponierten Gruppe eine signifikant höhere Überlebensrate festgestellt. Die Schlüpffähigkeit war in der exponierten Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant erhöht. Das Schlüpfen fand in der exponierten Gruppe 3-4 Stunden eher statt als in der Kontrollgruppe.
Das Ausmaß der Lipidperoxidation in der Leber und im Gehirn war bei Eintagsküken, die in ovo exponiert worden waren, im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant erhöht. Auch der Wert für die Lipidperoxidation im Herz war in der exponierten Gruppe höher als in der Kontrollgruppe, jedoch war keine statistische Signifikanz gegeben.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine in ovo-Exposition bei einem 900 MHz elektromagnetischen Feld die embryonale Entwicklung stimuliert und die Überlebensrate in Japanischen Wachteln erhöht. Diese Wirkung könnte durch eine erhöhte Lipidperoxidation erklärt werden.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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