Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

GSM 900 MHz cellular phone radiation can either stimulate or depress early embryogenesis in Japanese quails depending on the duration of exposure. med./bio.

[GSM 900 MHz Mobiltelefon-Befeldung kann die frühe Embryogenese bei Japanischen Wachteln entweder stimulieren oder unterdrücken in Abhängigkeit von der Expositionsdauer].

Veröffentlicht in: Int J Radiat Biol 2013; 89 (9): 756-763

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer Mobiltelefon-Exposition (GSM) auf die frühe Embryogenese bei Japanischen Wachteln untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Vier Gruppen an befruchteten Eiern wurden untersucht (n=10-12 pro Gruppe): 1.) Kontrollgruppe, 38 Stunden Bebrütung, 2.) Exposition während 38 h Bebrütung, 3.) Kontrollgruppe, 120 Stunden bei Raumtemperatur, dann 38 Stunden Bebrütung (gesamt 158 Stunden) und 4.) Exposition während 120 Stunden Raumtemperatur, dann während 38 Stunden Bebrütung (gesamt 158 Stunden). Die Bebrütung fand in Inkubatoren (38°C) statt. Die Kontrollgruppen und die Expositions-Gruppen wurden zeitgleich bebrütet, allerdings waren die Kontroll-Eier in 6 Lagen Aluminiumfolie eingewickelt, um die Felder abzuschirmen.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 890–915 Hz
Expositionsdauer: intermittierend für 38 Stunden: 48 Sek. "an" (Sprech-Modus), 12 Sek. "aus"
Exposition 2: 890–915 MHz
Expositionsdauer: intermittierend für 158 Stunden (120 h vor und 38 h während des Brütens): 48 Sek. "an" (Sprech-Modus), 12 Sek. "aus"

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 890–915 Hz
Typ
Expositionsdauer intermittierend für 38 Stunden: 48 Sek. "an" (Sprech-Modus), 12 Sek. "aus"
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer laboratory incubator (metal covers from the door and the sides removed and replaced by plastic covers); temperature 38.3±0.2°C, relative humidity 60%
Aufbau eggs placed on horizontal trays; cell phone positioned on a plastic stand inside the incubator at a distance of 3 cm from the eggs; unexposed eggs placed inside the same incubator at a distance of 10 cm from the exposed eggs and shielded by 6 layer of an aluminum foil (each foil was 0.03 mm thick); cell phone kept in connecting mode by auto-redial; each connecting attempt lasted 48 s; distance between the phone and the eggs: 3 cm - 10 cm
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 2,5 mW/m² Mittelwert - - auf der Oberfläche des Eis
elektrische Feldstärke 0,02 V/m - berechnet - innerhalb des Eis
SAR 3 µW/kg - berechnet - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 890–915 MHz
Expositionsdauer intermittierend für 158 Stunden (120 h vor und 38 h während des Brütens): 48 Sek. "an" (Sprech-Modus), 12 Sek. "aus"
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau exposure during the first 120 h on a lab bench at room temperature
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 2,5 mW/m² Mittelwert - - auf der Oberfläche des Eis
elektrische Feldstärke 0,02 V/m - berechnet - innerhalb des Eis
SAR 3 µW/kg - berechnet - -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

In keiner der Gruppen wurden missgebildete Embryonen gefunden und es traten zwischen den Gruppen keine Unterschiede hinsichtlich der Oberflächentemperatur der Eier auf.
In der 38 Stunden-exponierten Gruppe war die Anzahl an differenzierten Somiten signifikant höher, als in der dazugehörigen Kontrollgruppe. Außerdem gab es im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant weniger DNA-Strangbrüche. Die 158-stündige Exposition erniedrigte die Anzahl an differenzierten Somiten im Vergleich zur entsprechenden Kontrollgruppe signifikant und führte zu signifikant mehr DNA-Strangbrüchen.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine Exposition bei einem Mobiltelefon die Embryogenese von Japanischen Wachteln in Abhängigkeit von der Dauer fördern oder hemmen könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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