Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Do signals of a hand-held TETRA transmitter affect cognitive performance, well-being, mood or somatic complaints in healthy young men? Results of a randomized double-blind cross-over provocation study. med./bio.

[Beeinflussen Signale eines in der Hand gehaltenen TETRA-Senders die kognitive Leistungsfähigkeit, das Wohlbefinden, seelische oder körperliche Beschwerden bei gesunden jungen Männern? Ergebnisse einer randomisierten doppelblinden Cross-over-Provokationsstudie].

Veröffentlicht in: Environ Res 2015; 140: 85-94

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Auswirkungen einer Exposition von jungen Männern bei einem 385 MHz elektromagnetischen Feld (TETRA) auf kognitive Funktionen und das Wohlbefinden untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

30 gesunde, junge männliche Freiwillige wurden an 9 Studien-Tagen untersucht, wobei sie bei 3 unterschiedlichen Expositions-Bedingungen exponiert wurden: 1) Exposition bei einem elektromagnetischen TETRA-Feld mit einem SAR von 1,5 W/kg, 2) Exposition bei einem TETRA-Feld mit 6 W/kg oder 3) Schein-Exposition.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 385 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 2,5 Stunden
  • SAR: 1,5 W/kg Maximum (10 g)
Exposition 2: 385 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 2,5 Stunden
  • SAR: 6 W/kg Maximum (10 g)

Allgemeine Informationen

antenna and TETRA signal were designed to simulate actual exposure of a TETRA hand-set; radio frequency background fields (broadband 100 kHz to 3 GHz) in the shielded exposure room were below 0.2 V/m, and low frequency electric and magnetic fields from power lines (50 Hz) were 2.1 V/m and max. 320 nT

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 385 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 2,5 Stunden
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 14,17 ms
Tastgrad 25 %
Folgefrequenz 17,65 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • light weight antenna
Kammer shielded room
Aufbau participants wore a cushioned light weight antenna on the left side of their heads (maximum exposure in the temporal region) and were not able to perceive differences in warming
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 1,5 W/kg Maximum berechnet und gemessen 10 g -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 385 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 2,5 Stunden
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 14,17 ms
Tastgrad 25 %
Folgefrequenz 17,65 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 6 W/kg Maximum berechnet und gemessen 10 g -

Referenzartikel

  • Dorn H et al. (2014): Experimental investigation of possible warmth perception from a head exposure system for human provocation studies with TETRA handset-like signals.
  • Schmid G et al. (2012): Design and dosimetric analysis of a 385 MHz TETRA head exposure system for use in human provocation studies.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Stimmung und das Wohlbefinden waren in keiner Expositions-Gruppe im Vergleich zur Schein-Expositions-Gruppe beeinträchtigt und es gab keine subjektiven Beschwerden.
Im Test zum Arbeitsgedächtnis zeigte Gruppe 2 (SAR 6 W/kg) im Vergleich zu Gruppe 1 und der Schein-Expositions-Gruppe eine signifikant geringere Anzahl an richtigen Reaktionen bei der 1-Zurück-Aufgabe. Bei der 2-Zurück-Aufgabe war die Reaktionszeit in beiden Expositions-Gruppen im Vergleich zur Schein-Expositions-Gruppe signifikant verbessert.
Die Autoren schlussfolgern, dass es keine Hinweise auf negative Wirkungen einer Exposition von jungen Männern bei einem 385 MHz elektromagnetischen Feld (TETRA) auf kognitive Funktionen oder das Wohlbefinden gibt.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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