Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Competition between hydrogen bonding and protein aggregation in neuronal-like cells under exposure to 50 Hz magnetic field. med./bio.

[Konkurrenz zwischen Wasserstoffbindung und Protein-Aggregation bei Neuronen-ähnlichen Zellen unter Exposition bei einem 50 Hz-Magnetfeld].

Veröffentlicht in: Int J Radiat Biol 2016; 92 (7): 395-403

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer Exposition von Neuronen-ähnlichen Zellen bei einem 50 Hz-Magnetfeld auf Wasserstoffbrückenbindungen und die Protein-Entfaltung untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Wasserstoffbrückenbindungen spielen eine wichtige Rolle bei der Bildung und Stabilisierung der Protein-Sekundärstruktur. Das empfindliche Gleichgewicht zwischen vielen konkurrierenden Bindungen kann durch äußere Einflüße verändert werden, wodurch sich die Protein-Struktur ändern kann.
Es wurden 12 Proben exponiert und dieselbe Anzahl wurde als Kontrollgruppe genutzt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 4 Stunden

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 4 Stunden
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer 20 cm2 culture flasks between coils in incubator with 5% CO2 and 95% humidified air at 37°C
Aufbau two Helmholtz coils with pole pieces of round parallel polar faces; samples were placed at the center of a uniform field area between the coils; each coil had n=124 turns of wire and the coil spacing was assumed to be equal to the coils radius (r=150 mm); during the exposure, no significant increase in the temperature (± 0.1°C) was observed; magnetic field was perpendicular to the culture flask
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT - gemessen - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Anzahl an Methylen-Gruppen war in exponierten Zellen im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant erhöht. Dies könnte auf eine Vergrößerung des Zell-Volumens und damit auf eine Vergrößerung der Oberfläche und des gesamten zellulären Gehalts an Fettsäuren und Phospholipiden hindeuten, was der relativen Zunahme der Methylen-Gruppen im Vergleich zu den Methyl-Gruppen entsprechen würde.
Zudem wurden eine signifikante Abnahme an primären Amiden und eine signifikante Zunahme an beta-Faltblatt-Strukturen in exponierten Zellen im Vergleich zu der Kontrollgruppe gefunden, was Veränderungen im allgemeinen Konformations-Zustand der Proteine in der Zelle anzeigen könnte. Dies könnte auf eine Entfaltung von Proteinen und die Bildung von Aggregaten zurückgeführt werden.
Es wurden keine signifikanten Veränderungen bei den sekundären Amiden gefunden.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine Exposition bei einem 50 Hz-Magnetfeld eine Zunahme an Wasserstoffbrückenbindungen und Protein-Entfaltungs-Prozessen bei Neuronen-ähnlichen Zellen bewirken könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel