Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Investigating the effects of exposure to extremely low frequency electromagnetic fields on job burnout syndrome and the severity of depression; the role of oxidative stress. epidem.

[Untersuchung der Wirkungen einer Exposition bei niederfrequenten elektromagnetischen Feldern auf das Burnout-Syndrom und den Schweregrad von Depressionen; die Rolle von oxidativem Stress].

Veröffentlicht in: J Occup Health 2020; 62 (1): e12136

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer im Iran durchgeführten Querschnittsstudie wurde die mögliche Wirkung der Exposition bei niederfrequenten elektromagnetischen Feldern auf das berufsbedingte Burnout-Syndrom und den Schweregrad der Depression bei Beschäftigten eines Wärmekraftwerks untersucht. Außerdem sollte die Rolle des oxidativen Stresses in der Entstehung von Burnout-Syndrom und Depression bestimmt werden.

Weitere Details

Zu Burnout-Syndrom und der Schwere der Depression füllten die Studienteilnehmer die Maslach-Burnout- und Beck-Depression-Fragebögen aus. Allen Teilnehmern wurden Blut-Proben zur Bestimmung des SOD- und Katalase-Gehalts, der gesamten antioxidativen Kapazität und des Malondialdehyd-Gehalts entnommen.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 nicht-exponierte Gruppe (Verwaltungsangestellte eines Krankenhauses): 1,4 ± 0,82 µT (Mittelwert der magnetischen Flussdichte)
Gruppe 2 exponierte Gruppe (Beschäftigte eines Wärmekraftwerks): 23.8 ± 14,64 µT (Mittelwert der magnetischen Flussdichte)
Referenzgruppe 3 nicht-exponierte Gruppe (Verwaltungsangestellte eines Krankenhauses): 3,8 ± 1,75 µT (Mittelwert der elektrischen Feldstärke)
Gruppe 4 exponierte Gruppe (Beschäftigte eines Wärmekraftwerks): 24,9 ± 12,9 µT (Mittelwert der elektrischen Feldstärke)

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 147
Teilnehmerzahl 115
Sonstiges:

nicht-exponierte Gruppe: 124 Verwaltungsangestellte eines Krankenhauses

Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

In der exponierten Gruppe waren die Werte von Malondialdehyd und SOD signifikant niedriger als in der nicht-exponierten Gruppe. Die exponierte Gruppe gab häufiger Burnout-Syndrom und eine stärkere Depression als die nicht-exponierte Gruppe an. Arbeitserfahrung, der Malondialdehyd-Wert und der Grad der Magnetfeld-Exposition wurden als die wichtigsten Prädiktoren für Burnout-Syndrom und den Schweregrad der Depression identifiziert. Darüber hinaus war ein niedrigerer Katalase-Gehalt mit einem erhöhten Burnout-Syndrom assoziiert.
Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Beschäftigte in einem Wärmekraftwerk, die bei niederfrequenten elektromagnetischen Feldern exponiert waren, ein Risiko für Burnout-Syndrom und Depression haben. Diese Wirkungen könnten direkt durch die berufliche Exposition bei Magnetfeldern oder indirekt durch erhöhte oxidative Stress-Indizes verursacht werden.

Studie gefördert durch

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