Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Evaluation of the neuroprotective effects of Vitamin E on the rat substantia nigra neural cells exposed to electromagnetic field: An ultrastructural study. med./bio.

[Untersuchung der neuroprotektiven Wirkungen von Vitamin E auf die Nervenzellen in der Substantia nigra der Ratte mit Exposition bei einem elektromagnetischen Feld: Eine ultrastrukturelle Studie].

Veröffentlicht in: Electromagn Biol Med 2021; 40 (3): 428-437

Ziel der Studie (lt. Autor)

Das Ziel der Studie war es, oxidative und ultrastrukturelle Veränderungen von Substantia nigra-Zellen und -Nervenfasern nach der Exposition bei einem Magnetfeld und die Wirkungen von Vitamin E auf die Verhinderung und Verringerung der ultrastrukturellen Schäden, die durch das Magnetfeld induziert werden, zu untersuchen.

Hintergrund/weitere Details

30 männliche Ratten wurden in drei Gruppen eingeteilt: 1) Kontrolle, 2) Magnetfeld-Exposition und 3) Magnetfeld-Exposition + Vitamin E-Verabreichung (200 mg/kg pro Tag für zwei Monate).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 4 h/Tag für 60 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 4 h/Tag für 60 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau ein Paar Helmholtz-Spulen aus Kupfer, übereinander angeordnet im Abstand von 50 cm; die von den Spulen erzeugten Magnetfelder waren gegenläufig, so dass im Zentrum des Generators ein homogenes Feld entstand; zwischen den Spulen befand sich ein zylindrisches Holzgefäß, in dessen Innerem sich eine Kammer für die Unterbringung der Tierkäfige befand; in dieser Kammer waren jeweils vier Käfige untergebracht
Zusatzinfo um die Beeinflussung von Metallen durch das Magnetfeld zu verhindern, wurden alle Metallgegenstände, wie z.B. Käfigdächer und Metallwasserbehälter, durch Kunststoffgegenstände ersetzt
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 3 mT - - - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

In der Magnetfeld-exponierten Gruppe war der Malondialdehyd-Gehalt erhöht und die Superoxid-Dismutase-Enzymaktivität im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant verringert, aber Vitamin E konnte diese Veränderungen kompensieren. Bei den Magnetfeld-exponierten Ratten wurden heterochromatische Zellkerne und Schädigungen in einigen Teilen der Kernmembran festgestellt. In den Nervenfasern wurde eine segmentale Trennung und Zerstörung der Myelinscheiden-Lamellen beobachtet. Bei Tieren, die gleichzeitig bei einem Magnetfeld exponiert waren und mit Vitamin E behandelt wurden, war der Kern rund, weniger heterochromatisch und hatte eine regelmäßige Membran. Die Trennung der Myelinscheiden-Lamellen in einigen Nervenfasern war geringer als in der Gruppe, die nur bei dem Magnetfeld exponiert wurde.
Die Magnetfeld-Exposition verursachte Lipidperoxidation und ultrastrukturelle Veränderungen in den Zellmembranen, dem Zellkern und der Myelinscheide der Substantia nigra-Zellen, aber die Vitamin E-Verabreichung schwächte diese neuropathologischen Veränderungen ab. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Verabreichung von Vitamin E ein starkes Antioxidationsmittel sein könnte, um die schädlichen Wirkungen von Magnetfeldern auf die Nervenzellen zu verhindern.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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