Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Extremely low frequency magnetic fields induce oxidative stress in rat brain. med./bio.

[Extrem niederfrequente Magnetfelder rufen oxidativen Stress im Gehirn der Ratte hervor].

Veröffentlicht in: Gen Physiol Biophys 2014; 33 (1): 81-90

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte der Einfluss einer Langzeit-Exposition bei einem 50 Hz-Magnetfeld auf den oxidativen Stress im Gehirn von Ratten untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Drei Ratten-Gruppen wurden untersucht (n=6) pro Gruppe): 1.) Schein-Exposition, 2.) Exposition bei einem Magnetfeld mit einer Intensität von 50 µT und 3.) Exposition bei einem Magnetfeld mit einer Intensität von 100 µT.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 90 Tage
Exposition 2: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 90 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 90 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer animals were housed individually, cages were covered with a stainless steel mesh lid
Aufbau exposure system consisted of 18 wooden bobbins (0.5 x 0.5 x 0.5 m³); wherein individual bobbins were wound by two sets of horizontal coils (each set of 25 turns); individual turns in the horizontal coil were seperated by a distance of 5 mm; coils were made of 22 gauge enameled copper wire; distance of 0.3 m seperated the individual bobbins to avoid interference
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo a set-up similar to the exposed animals was build for the sham exposed ones: 18 wooden bobbins were established without energizing the coils (2.78 m between exposed and sham exposed set-up).
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 50 µT - gemessen - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 90 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 100 µT - gemessen - -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Im Hippocampus und im Cerebellum der exponierten Gruppen (50 µT und 100 µT) waren die Lipidperoxidation und die Enzymaktivität der Glutathionperoxidase im Vergleich zur Schein-Exposition signifikant erhöht, während im Kortex nur bei der 100 µT-Gruppe eine signifikante Erhöhung feststellbar war. Im Hippocampus, Cerebellum und Kortex der 100 µT-exponierten Gruppe (jedoch nicht in der 50 µT-exponierten Gruppe) war im Vergleich zur Schein-Expositions-Gruppe die Enzymaktivität der Superoxid-Dismutase signifikant erhöht. Das GSH/GSSG-Verhältnis war in allen untersuchten Gehirn-Arealen der 100 µT-exponierten Gruppe verglichen mit der Schein-Exposition signifikant erniedrigt, während das GSH/GSSG-Verhältnis in der 50 µT-exponierten Gruppe nur im Cerebellum signifikant erniedrigt war.
Es wurden zwischen den Gruppen keine signifikanten Unterschiede im Körpergewicht der Ratten beobachtet.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Langzeit-Exposition bei einem 50 Hz-Magnetfeld oxidativen Stress im Gehirn der Ratte hervorruft.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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