Home
Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Beneficial effect of catechin and epicatechin on cognitive impairment and oxidative stress induced by extremely low frequency electromagnetic field .

[Positive Wirkung von Catechin und Epicatechin auf kognitive Beeinträchtigungen und oxidativen Stress durch extrem niederfrequente elektromagnetische Felder].

Veröffentlicht in: J Food Biochem 2017; 41 (6): e12416

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen von Catechin und Epicatechin auf die kognitive Leistung und oxidativen Stress bei Mäusen, exponiert bei einem 50 Hz-Magnetfeld, untersucht werden.
Hintergrund/weitere Details: Männliche Mäuse wurden zufällig auf neun Gruppen aufgeteilt (n=10 pro Gruppe): 1) Schein-Exposition, 2) Magnetfeld + Salzlösung, 3) Magnetfeld + 20 mg/kg Körpergewicht Piracetam, 4) Magnetfeld + 30 mg/kg Körpergewicht Epicatechin, 5) Magnetfeld + 60 mg/kg Körpergewicht Epicatechin, 6) Magnetfeld + 90 mg/kg Körpergewicht Epicatechin, 7) Magnetfeld + 30 mg/kg Körpergewicht Catechin, 8) Magnetfeld + 60 mg/kg Körpergewicht Catechin und 9) Magnetfeld + 90 mg/kg Körpergewicht Catechin. Alle Substanzen wurden oral verabreicht.
Catechin und Epicatechin sind Flavonoide mit einer antioxidativen Wirkung und sind in Tee, Obst und Gemüse weit verbreitet. Piracetam ist ein Medikament, welches gegen Demenz und kognitive Defizite verschrieben wird.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 8 Stunden/Tag für 30 aufeinanderfolgene Tage
Exposition 1
Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 8 Stunden/Tag für 30 aufeinanderfolgene Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer Die Mäuse wurden in einer gut belüfteten Box aus Acrylglas (14 cm x 10 cm x 12 cm) exponiert
Aufbau Die Expositions-Box wurde mit einer nicht-magnetischen Halterung in der Mitte eines Spulen-Paars platziert; das Magnetfeld war über die Zeit homogen gleichförmig; die Temperatur wurde konstant bei 23 ± 0,5°C gehalten
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,2 mT nicht spezifiziert gemessen - -
Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die exponierten Mäuse (Gruppe 2) zeigten im Vergleich zu den schein-exponierten Mäusen (Gruppe 1) ein signifikant erhöhtes Körpergewicht. Die Lern- und Gedächtnis-Fähigkeiten waren bei den exponierten Mäusen, verglichen mit den schein-exponierten Mäusen, beeinträchtigt, was sich in einer signifikanten Verringerung der Verweilzeit im vierten Quadranten beim Morris-Wasserlabyrinth zeigte. Die Enzymaktivitäten der Superoxid-Dismutase und der Katalase waren bei den exponierten Mäusen im Vergleich zur Schein-Exposition signifikant verringert, während der Gehalt an Stickstoffmonoxid signifikant erhöht war.
Die Verabreichung von Piracetam (Gruppe 3), Epicatechin (Gruppen 4-6) und Catechin (Gruppen 7-9) hoben die durch die Exposition hervorgerufenen Wirkungen teilweise auf. Allerdings zeigten in den verschiedenen Experimenten unterschiedliche Konzentrationen an Epicatechin und Catechin jeweils die beste Wirksamkeit.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Exposition bei einem 50 Hz-Magnetfeld die Lern- und Gedächtnis-Fähigkeiten bei Mäusen verschlechtern und oxidativen Stress im Gehirn hervorrufen könnte. Eine Verabreichung von Epicatechin oder Catechin könnte die Expositions-induzierten Wirkungen abschwächen.
Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

  • Natural Science Foundation of Ningxia Province, China

Themenverwandte Artikel

  • Lai J et al. (2016): Effects of extremely low frequency electromagnetic fields (100 µT) on behaviors in rats.
  • Manikonda PK et al. (2014): Extremely low frequency magnetic fields induce oxidative stress in rat brain.
  • Leone L et al. (2014): Epigenetic modulation of adult hippocampal neurogenesis by extremely low-frequency electromagnetic fields.
  • Duan Y et al. (2014): Extremely low frequency electromagnetic field exposure causes cognitive impairment associated with alteration of the glutamate level, MAPK pathway activation and decreased CREB phosphorylation in mice hippocampus: reversal by procyanidins extracted from the lotus seedpod.
  • Duan Y et al. (2013): The Preventive Effect of Lotus Seedpod Procyanidins on Cognitive Impairment and Oxidative Damage Induced by Extremely Low Frequency Electromagnetic Field Exposure.
  • Wang X et al. (2013): Effects of exposure to a 50 Hz sinusoidal magnetic field during the early adolescent period on spatial memory in mice.
  • Cui Y et al. (2012): Deficits in water maze performance and oxidative stress in the hippocampus and striatum induced by extremely low frequency magnetic field exposure.
  • Martinez-Samano J et al. (2012): Effect of acute extremely low frequency electromagnetic field exposure on the antioxidant status and lipid levels in rat brain.
  • He LH et al. (2011): Effects of extremely low frequency magnetic field on anxiety level and spatial memory of adult rats.
  • Liu T et al. (2008): Chronic exposure to low-intensity magnetic field improves acquisition and maintenance of memory.
  • Fu Y et al. (2008): Long-term exposure to extremely low-frequency magnetic fields impairs spatial recognition memory in mice.