Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effect of electric and magnetic fields (60 Hz) on production, and levels of growth hormone and insulin-like growth factor 1, in lactating, pregnant cows subjected to short days. med./bio.

[Wirkung elektrischer und magnetischer Felder (60 Hz) auf die Produktion und Gehalte des Wachstumshormons und des Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktors 1 bei milchgebenden trächtigen Kühen, die kurzen Tagen unterworfen wurden].

Veröffentlicht in: J Dairy Sci 2002; 85 (11): 2843-2849

Ziel der Studie (lt. Autor und Redakteur)

Es sollte die Wirkung elektrischer und magnetischer Felder (60 Hz) auf die Produktion und Gehalte des Wachstumshormons und des Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktors 1 bei milchgebenden trächtigen Kühen, die kurzen Tagen unterworfen wurden, untersucht werden.
Wenn eine elektromagnetische Feld-Exposition Licht ähnlich ist, sollten lange Expositionen bei elektromagnetischen Feldern lange Tage nachahmen. Dann würde man einen Anstieg bei der Aufnahme von Trockenmasse (Futter) und beim Milch-Ertrag erwarten, begleitet von höheren Konzentrationen des Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktors IGF-1 sowie vom Fehlen eines Wachstumshormon-Anstiegs.

Hintergrund/weitere Details

Es gibt Hinweise, dass saisonale Veränderungen der IGF-1-Konzentrationen durch Veränderungen der Lichtperiode gesteuert werden. Frühere Studien haben gezeigt, dass die Trockenmasse-Aufnahme und die Milch-Produktion bei Milchrindern in Reaktion auf die Lichtperioden von langen Tagen ansteigt und zwar in Verbindung mit erhöhtem IGF-1, aber nicht mit erhöhtem Wachstumshormon.
Alle Tiere wurden unter Kurztages-Bedingungen gehalten (8 h Licht, 16 h Dunkelheit). Zwei Gruppen von je 8 milchgebenden, trächtigen Kühen wurden für 16 h pro Tag (8 h der Licht-Periode plus die ersten 8 h der Dunkel-Periode) bei elektromagnetischen Feldern in einer von zwei Versuchsabfolgen exponiert. Jede Versuchsabfolge bestand aus drei aufeinanderfolgenden 28-Tage-Perioden. Für die erste Gruppe: 28 Tage nicht-exponiert, gefolgt von 28 Tagen exponiert und 28 Tagen nicht-exponiert (AUS-AN-AUS). Für die zweite Gruppe: 28 Tage exponiert, 28 Tage nicht-exponiert und 28 Tage exponiert (AN-AUS-AN).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 60 Hz
Expositionsdauer: 16 h/Tag; an/aus/an oder aus/an/aus Expositionsequenz; jedes Ereignis 28 Tage lang

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 16 h/Tag; an/aus/an oder aus/an/aus Expositionsequenz; jedes Ereignis 28 Tage lang
Zusatzinfo no details available
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • nicht spezifiziert
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 30 µT nicht spezifiziert nicht spezifiziert - -
elektrische Feldstärke 10 kV/m nicht spezifiziert nicht spezifiziert - -

Referenzartikel

  • Burchard JF et al. (1999): Macro- and trace element concentrations in blood plasma and cerebrospinal fluid of dairy cows exposed to electric and magnetic fields.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Trockenmasse-Aufnahme und das IGF-1 im Plasma waren während der Exposition erhöht. Die IGF-1-Konzentration war vergleichbar mit den Werten aus Experimenten mit künstlichen Langtages-Lichtperioden.
Die durchschnittliche Wachstumshormon-Konzentration wurde nicht beeinflusst, aber es wurde eine "Behandlung x Stunde-Wechselwirkung" gefunden, und zwar mit weniger Wachstumshormon bei den exponierten Tiere während der ersten 16 Stunden der Probenahme-Periode und höheren Werten während der letzten 8 Stunden (24 h-Messung).
Insgesamt wurden der Milch-Ertrag oder die Milch-Komponenten durch die elektromagnetische Feld-Exposition nicht beeinflusst, aber der Milch-Ertrag war bei den exponierten Tieren in der 4. Woche der Behandlung (am Ende der experimentellen Periode) signifikant höher.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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