Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

A pilot investigation of the effect of extremely low frequency pulsed electromagnetic fields on humans' heart rate variability. med./bio.

[Eine Pilot-Studie zu der Wirkung extrem niederfrequenter gepulster Magnetfelder auf die Herzfrequenzvariabilität des Menschen].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2007; 28 (1): 64-68

Ziel der Studie (lt. Autor)

(1) Es sollte die Reaktion auf die Exposition bei einem extrem niederfrequenten gepulsten elektromagnetischen Feld mit konstanter Puls-Frequenz auf die kardiovaskuläre Funktion einer kleinen Anzahl gesunder Testpersonen (fünf Männer im Alter von 35 bis 65 Jahren) getestet werden.
(2) Weiterhin sollte die Reaktionen auf ein extrem niederfrequentes gepulstes elektromagnetisches Feld mit verschiedenen Puls-Frequenzen an 5 aufeinanderfolgenden Tagen auf eine einzelne Testperson, und zwar jeden Tag mit einer unterschiedlichen Puls-Frequenz, untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

In der vorliegenden Studie war die spektrale Leistungsdichte das genutzte Untersuchungs-Werkzeug. Die spektrale Leistungsdichte des Signals aus dem RR-Intervall zeigt die Mitwirkung rhythmischer Schwankungen, die die Herzfrequenz beeinflussen könnten. Das autonome Nervensystem kontrolliert die Herzfrequenzvariabilität durch den afferenten Sympathikus und Parasympathikus. Diese Kontrolle kann für den Sympathikus-Zweig im niedrigeren Frequenz-Bereich, 0.04-0.15 Hz, und für den Parasympathikus- oder Vagus-Zweig im höheren Frequenzband (0.15-0.4 Hz) des autonomen Nervensystems nachgewiesen werden. Folglich wird das Verhältnis aus "niedriger Frequenz" und "höherer Frequenz" als Spiegel der sympatho-vagalen Balance betrachtet.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: 5 bis 10 min aus - 20 min an - 20 min aus - 20 min an - 5 bis 15 min aus
Exposition 2: 50 Hz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: Exposition einer Person mit verschiedenen extrem niederfrequenten gepulsten elektromagnetischen Feldern an 5 aufeinanderfolgenden Tagen

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
Expositionsdauer 5 bis 10 min aus - 20 min an - 20 min aus - 20 min an - 5 bis 15 min aus
Modulation
Modulationsart gepulst
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • pad radiating pulsed EMF (Magnafield Magnetic Induction Unit, Clinical Model MF988)
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 90 cm
Kammer the pad radiating the pulsed field was placed on the floor under the seat of the test persons
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 4,21 µT - gemessen - Wert in Herzhöhe der Testpersonen

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
Expositionsdauer Exposition einer Person mit verschiedenen extrem niederfrequenten gepulsten elektromagnetischen Feldern an 5 aufeinanderfolgenden Tagen
Modulation
Modulationsart gepulst
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 4,21 µT - gemessen - in Herzhöhe der Testperson

Referenzartikel

  • Baldi E et al. (1999): A pilot study on the extremely low frequency (ELF) pulsing magnetic field (PMF) effect on soft tissue injuries: A preliminary analysis of the results.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Ergebnisse deckten bei allen Testpersonen eine Abweichung bei der Herzfrequenz auf, wenn sie bei demselben extrem niederfrequenten gepulsten elektromagnetischem Feld exponiert wurden. Diese Abweichung konnte durch Beobachten der Veränderung im sympatho-vagalen Gleichgewicht nachgewiesen werden. Die Abweichung im Verhältnis aus "niedriger Frequenz- und höherer Frequenz-spektrale Leistungsdichte" trat hauptsächlich bei den Übergangszeiten von der Exposition zur Nicht-Exposition oder umgekehrt auf.
Im Falle derselben Testperson, die bei verschiedenen Puls-Frequenzen exponiert wurde, zeigten die Reaktionen auf die Stimuli mit einer Puls-Frequenz von 3 Hz und 4 Hz während der zweiten Expositions-Phase im Vergleich zu anderen gepulsten elektromagnetischen Feldern eine beachtliche Veränderung im Verhältnis der spektralen Leistungsdichte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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