Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

50 Hz extremely low frequency electromagnetic fields enhance protein carbonyl groups content in cancer cells: effects on proteasomal systems. med./bio.

[Extrem niederfrequente 50 Hz-Felder erhöhen den Protein-Carbonyl-Gruppen-Gehalt in Krebs-Zellen: Wirkungen auf das proteosomale System].

Veröffentlicht in: J Biomed Biotechnol 2009: 834239

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte der Einfluss extrem niederfrequenter elektromagnetischer Felder auf die Protein-Oxidation und auf die Funktionalität des 20S-Proteasoms (der Komplex, der zuständig für den Abbau oxidierter Proteine ist) untersucht werden. Darüber hinaus wurde ebenfalls die schützende Wirkung von Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) gegenüber dem durch die extrem niederfrequenten elektromagnetischen Felder vermittelten oxidativen Schaden bewertet.

Hintergrund/weitere Details

Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) ist eine natürliche Verbindung (die Hauptkomponente von grünem Tee) mit antioxidativen Eigenschaften.
Die Zellen wurden mit und ohne EGCG sowie mit und ohne TPA kultiviert.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 24 h bis 72 h

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 24 h bis 72 h
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau 40 cm long solenoid with a diameter of 20 cm with 3 forward-backward-forward layers of 600 turns of 2 mm diameter copper wire inside a water-jacketed temperature and atmosphere regulated incubator; 11 cm x 17 cm exposure volume along the axis with a field variation of 5 %
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT Effektivwert - - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Exposition induzierte einen Zeit-abhängigen Anstieg sowohl des Zellwachstums als auch der Protein-Oxidation, was bei Vorhandensein von TPA ausgeprägter war. Veränderungen der Zelllebensfähigkeit wurden nicht nachgewiesen. Die Ergebnisse zeigten, dass die elektromagnetischen Felder in der Lage waren, die Proteasom-Funktionalität zu beeinflussen, indem sie einen Anstieg der proteolytischen Aktivität induzierten (der insbesondere bei der 72-stündigen Exposition und bei Vorhandensein von TPA auftrat). Das Ergebnis, dass Epigallocatechin-3-Gallat den pro-oxidativen Wirkungen der elektromagnetischen Felder entgegenwirkte, zeigt, dass dieser Anstieg der Proteasom-Aktivität aufgrund eines Anstiegs der intrazellulären freien Radikale zustandekommt.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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