Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

50-Hz extremely low frequency electromagnetic fields enhance cell proliferation and DNA damage: possible involvement of a redox mechanism. med./bio.

[50 Hz extrem niederfrequente elektromagnetische Felder erhöhen die Zellproliferation und den DNA-Schaden: Mögliche Beteiligung eines Redox-Mechanismus].

Veröffentlicht in: Biochimica et Biophysica Acta - Molecular Cell Research 2005; 1743 (1-2): 120-129

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen eines extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldes (50 Hz) auf die Zellproliferation, die Verteilung des Zellzyklus und DNA-Schaden bei normalen Zellen (embryonale menschliche Lungen-Fibroblasten, WI-38), neoplastischen Zellen (menschliche Knochenmarks-Leukämie-Zellen, HL-60) und immortalisierten Zellen (Ratten-Fibroblasten, Rat-1) untersucht werden.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 3 bis 72 h

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 3 bis 72 h
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau solenoid field generator inside an incubator, cell cultures placed inside and outside the solenoid
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 500 µT - - - -
magnetische Flussdichte 750 µT - - - -
magnetische Flussdichte 1 mT - - - -

Referenzartikel

  • Grassi C et al. (2004): Effects of 50 Hz electromagnetic fields on voltage-gated Ca2+ channels and their role in modulation of neuroendocrine cell proliferation and death.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Ergebnisse zeigen, dass 24-72 h Exposition bei einem extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feld (0.5-1 mT) die Zellproliferation und den DNA-Schaden bei allen Zell-Typen erhöht. Die Wirkungen eines extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldes auf den DNA-Schaden und die Zellproliferation wurden durch die Vorbehandlung von Zellen mit einem Antioxidationsmittel (alpha-Tokopherol; zur Vermeidung der Bildung von Peroxiden) unterdrückt, was darauf hindeutet, dass Redoxreaktionen beteiligt sind. Exponierte Zellen weisen ebenfalls Änderungen bei den NF-kappa B-verbundenen Proteinen auf, ein Prozess der gewöhnlich Redoxreaktionen zugeschrieben wird. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass extrem niederfrequente elektromagnetische Felder die Proliferation und den DNA-Schaden durch die Aktivität reaktiver Sauerstoffspezies beeinflussen.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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