Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Transient and steady-state magnetic fields induce increased fluorodeoxyglucose uptake in the rat hindbrain. med./bio.

[Vorübergehende und Dauer-Magnetfelder rufen eine erhöhte Fluorodesoxy-Glukose-Aufnahme im Hinterhirn der Ratte hervor].

Veröffentlicht in: Synapse 2011; 65 (7): 617-623

Ziel der Studie (lt. Autor)

Die Autoren wollten Ergebnisse aus früheren Studien erweitern und untersuchten, ob die elektromagnetische Feld-Transduktion abhängig von der Richtung des Feldes war und ob frühere dokumentierte elektromagnetische Feld-Wirkungen auf die Fluordesoxyglucose (FDG)-Aufnahme (siehe Frilot 2nd et al. 2009) tatsächlich mit solchen Feld-Wirkungen verbunden waren.

Hintergrund/weitere Details

20 Ratten wurden für zwei Experimente in zwei Gruppen aufgeteilt (jedes Experiment mit 10 Ratten): Im ersten Experiment wurden die Ratten so immobilisiert, dass das Feld koronal, orthogonal zur sagittalen Ebene angelegt wurde. Im zweiten Experiment waren die Ratten während der Exposition frei im Käfig, was zu einer zufälligen Vektor-Beziehung zwischen dem Feld und der Längsachse der Ratte führte.
Im ersten Experiment wurde jede Ratte injiziert (mit 18F-markierter FDG) und dreimal gescannt: einmal nach der Exposition mit 100% Tastverhältnis (Feld 1), einmal unter 50%-igem Tastverhältnis (Feld 2) und einmal nach Schein-Exposition. Im zweiten Experiment wurden die Ratten injiziert und zweimal gescannt, einmal nach der 45-minütigen Exposition mit einem 50%-igen Tastverhältnis(Feld 3) und einmal nach Schein-Exposition. Die Mindestzeit zwischen den Injektionen war zwei Tage.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 60 Hz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 45 min
Exposition 2: 60 Hz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: 2 s an - 2 s aus - für 45 min
Exposition 3: 60 Hz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: 2 s an - 2 s aus - für 45 min
Ratten konnten sich frei im Käfig bewegen

Allgemeine Informationen

all rats were injected with 11 MBq of 18F-labeled FDG before exposure or sham exposure

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 45 min
Zusatzinfo Ratten immobilisiert
Modulation
Modulationsart gepulst
Anstiegszeit 10 ms
Abfallzeit 10 ms
Tastgrad 100 %
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer square coil; field uniform within 10 % in the exposure area; rats placed in a restrainer; exposure coronally, orthogonal to the sagittal plane
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 25 mT Effektivwert - - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Expositionsdauer 2 s an - 2 s aus - für 45 min
Zusatzinfo Ratten immobilisiert
Modulation
Modulationsart gepulst
Anstiegszeit 10 ms
Abfallzeit 10 ms
Tastgrad 50 %
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer rats placed in a restrainer
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 25 mT Effektivwert - - -

Exposition 3

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Expositionsdauer 2 s an - 2 s aus - für 45 min
Zusatzinfo Ratten konnten sich frei im Käfig bewegen
Modulation
Modulationsart gepulst
Anstiegszeit 10 ms
Abfallzeit 10 ms
Tastgrad 50 %
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer rats free to raom in the cage
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 25 mT Effektivwert - - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Erhöhter Glucose-Verbrauch trat in den Hinterhirn-Voxels auf, wenn das Feld orthogonal zur sagittalen Ebene angelegt wurde (bei 50% und 100% (schwächeres Ausmaß) Tastverhältnis), aber nicht, wenn der Winkel zwischen dem Feld und der sagittalen Ebene zufällig variierte (Feld 3). Deutliche FDG-Aktivierungs-Wirkungen wurden als Reaktion auf transiente (d.h. bei 50% Tastverhältnis) und Dauer-Magnetfeld-Stimuli (d.h. bei 100 % Einschaltdauer) beobachtet.
Beobachtungen zum erhöhten Glucose-Verbrauch, induziert durch magnetische Stimuli (Magnetfelder induzieren elektrische Felder im Körper), und seine Abhängigkeit von der Feld-Richtung deuten darauf hin, dass die Signaltransduktion durch einen Kraft-Rezeptor (elektrisches Feld übt Kraft aus auf negativ-geladene Oligosaccharid-Seitenketten, die an Ionenkanal-Tore gebunden sind, wodurch mechanisch das Tor geöffnet wird) vermittelt wird und dass der Prozess und/oder die frühe Transduktions-Nachverarbeitung im Hinterhirn auftreten.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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