Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

GSM mobile phone radiation suppresses brain glucose metabolism. med./bio.

[GSM-Handy-Befeldung unterdrückt den Glukose-Stoffwechsel im Gehirn].

Veröffentlicht in: J Cereb Blood Flow Metab 2011; 31 (12): 2293-2301

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte untersucht werden, ob eine Handy-Exposition den Glukose-Stoffwechsel im Gehirn beeinflusst, als Marker für die Hirn-Aktivität.

Hintergrund/weitere Details

13 männliche Testpersonen wurden exponiert und schein-exponiert (mit einem Abstand von mindestens sechs Tagen), während sie eine einfache Vigilanz-Aufgabe durchführten (um die Unterschiede in den kognitiven Zuständen zwischen den Expositions-Bedingungen zu minimieren). Positronen-Emissions-Tomographie-Scans wurden 30 Minuten nach der Exposition durchgeführt (wenn das meiste der Fluordesoxyglucose durch das Gehirn-Gewebe aufgenommen wurde).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 902,4 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 33 min

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 902,4 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 33 min
Modulation
Modulationsart gepulst
Zusatzinfo

burst time: 0.577 ms burst repetition time: 4.615 ms

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • Nokia 6110 mobile phone
Aufbau two modified phones (transmitter deactivated, loudspeaker and battery removed) attached so to a plastic helmet that the phones were in normal phoning position at the ears of the test person; only the phone on the right side transmitted a signal during exposure; phones modified to eliminate temperature rise of the chassis and to gain a constant output power; signal transmitted via a coaxial cable from an identical phone
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 240 mW - - - -
SAR 1,1 W/kg Mittelwert über Masse gemessen 10 g am linken Ohr
SAR 1 W/kg Mittelwert über Masse gemessen 10 g am rechten Ohr
SAR 1,5 W/kg Mittelwert über Masse gemessen 1 g am linken Ohr
SAR 1,4 W/kg Mittelwert über Masse gemessen 1 g am rechten Ohr
SAR 0,74 W/kg Maximum berechnet 10 g Kopf
SAR 0,23 W/kg Maximum berechnet 10 g Gehirn

Referenzartikel

  • Christ A et al. (2010): The Virtual Family--development of surface-based anatomical models of two adults and two children for dosimetric simulations.
  • Boutry CM et al. (2008): Dosimetric evaluation and comparison of different RF exposure apparatuses used in human volunteer studies.
  • Kuster N et al. (2004): Guidance for exposure design of human studies addressing health risk evaluations of mobile phones.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Ergebnisse deckten lokal hemmende Wirkungen einer 30-minütigen GSM-Mobiltelefon-Exposition auf die relative zerebrale metabolische Rate von Glukose im temporalen und temporoparietalen Kortex der exponierten Hemisphäre auf. Es wurde ebenfalls ein Temperatur-Anstieg auf der exponierten Seite des Kopfes beobachtet, aber dieser war sehr klein (<0.21°C). Die Exposition beeinflusste nicht die Leistung in der Vigilanz-Aufgabe.
Die Ergebnisse zeigten, dass eine kurzzeitige Mobiltelefon-Exposition lokal den Energie-Stoffwechsel im Gehirn von Menschen unterdrücken kann.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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