Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Extremely low frequency electromagnetic fields affect proliferation and mitochondrial activity of human cancer cell lines. med./bio.

[Extrem niederfrequente elektromagnetische Felder beeinflussen die Proliferation und die Aktivität der Mitochondrien von menschlichen Krebs-Zelllinien].

Veröffentlicht in: Int J Radiat Biol 2015; 91 (12): 964-972

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer Exposition verschiedener Krebs-Zelllinien des Menschen bei einem 50 Hz-Magnetfeld auf die Zellproliferation und die mitochondriale Aktivität untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Es wurde für jede Expositions-Dauer und jede Behandlung eine separate Kontrollgruppe verwendet (Anmerkung EMF-Portal: Es wurden keine Details zur Verfahrensweise mit den Kontrollen genannt).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 3, 6 oder 7 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • rechteckig
Expositionsdauer kontinuierlich für 3, 6 oder 7 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer cell culture dishes between coils in a box inside an incubator; the box shielded the cells and exposure apparatus from the background magnetic field and was made of stainless steel and the shield was made of a 2 mm thick inner layer of mu-metal and an outer layer made of a special aluminium-free alloy
Aufbau setup was composed of two independent couples of coaxial coils made of 200 loops (formed of copper wire, 0.3 mm in diameter) in the shielding box, each loop being 2.5 cm in length (with a resulting loop density of 8000 loops per meter) and wound into a tightly packed plastic frame; the frame had a cylindrical shape with an outer radius of 8 cm and the distance between the two coaxial coil couples was 8 cm; the cell culture dish was placed in the central part between the coils; the outer coils were supplied with a DC current and provided a static magnetic field of 45 µT to simulate the geomagnetic field; the inner coils (7.5 cm radius) were connected to an AC current generator (signal with a duty cycle of 50%); inside the box, the temperature and humidity were homogenous to the rest of the incubator
Zusatzinfo the residual magnetic field inside the shielding box measured around 1-2 µT
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 12 µT Effektivwert - - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Zellproliferation war in allen exponierten Zelllinien im Vergleich zu den Kontrollgruppen signifikant verringert.
Die mitochondriale Aktivität war bei SKBR3 und HT29-Zellen direkt nach der Exposition für 3 oder 7 Tage signifikant erhöht. Allerdings waren die Auswirkungen reversibel, da eine weitere Kultivierung ohne Exposition die Wirkung wieder aufhob. Der ATP-Gehalt und die Genexpression in den Mitochondrien wurden durch eine Exposition bei dem 50 Hz-Magnetfeld nicht signifikant verändert.
Die Proteinexpression von phosphorylierter ERK, p53 und Cytochrom C in den Mitochondrien war bei exponierten SKBR3-Zellen im Vergleich zu den Kontrollgruppen nach 3 und 7 Tagen Exposition signifikant reduziert.
Alle anderen Parameter zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen Expositions- und Kontrollgruppen.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine Exposition von verschiedenen humanen Krebszelllinien bei einem 50 Hz-Magnetfeld die Zellproliferation verringern könnte. Möglicherweise wird dies durch eine Veränderung der mitochondrialen Aktivität vermittelt.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel