Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Induction of genomic instability, oxidative processes, and mitochondrial activity by 50Hz magnetic fields in human SH-SY5Y neuroblastoma cells. med./bio.

[Auslösung von genomischer Instabilität, oxidativen Prozessen und mitochondrialer Aktivität durch 50 Hz-Magnetfelder in menschlichen SH-SY5Y Neuroblastom-Zellen].

Veröffentlicht in: Mutation Research - Fundamental and Molecular Mechanism of Mutagenesis 2014; 760: 33-41

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die zellulären Veränderungen während der ersten 24 Stunden einer Exposition bei einem 50 Hz-Magnetfeld untersucht werden, und es sollte überprüft werden, ob die verursachten Veränderungen zu genomischer Instabilität bei den Abkömmlingen der exponierten Zellen führen könnten.

Hintergrund/weitere Details

In vorherigen Studien (Markkanen et al. 2008, Luukkonen et al. 2011) fanden die Autoren, dass eine Vorab-Exposition bei einem 50 Hz-Magnetfeld vor einer Menadion-Behandlung die Zell-Reaktion verändert und die Genotoxizität erhöht. Menadion ist eine Substanz, die freie Radikale produziert und die DNA schädigt.
Die Zellen wurden für 24 Stunden bei einem Magnetfeld exponiert oder schein-exponiert. Anschließend wurden sie für drei Stunden mit oder ohne Menadion-Behandlung inkubiert (verschiedene Konzentrationen an Menadion wurden eingesetzt). Die Häufigkeit an Mikronuklei wurde 11 oder 18 Tage nach der Menadion-Behandlung bestimmt. Alle anderen Assays wurden direkt im Anschluss an die Magnetfeld-Exposition/Schein-Exposition, direkt nach der Menadion-Behandlung oder 8 oder 15 Tage nach der Menadion-Behandlung durchgeführt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 24 Stunden

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 24 Stunden
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau a pair of coils (34 x 46 cm) was placed in an incubator with 5 % CO2 and 37°C, distance between the coils 22 cm, coils generated a horizontal magnetic field, cells were positioned at the center of the coils for ensuring a uniform magnetic flux density
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 100 µT - gemessen - -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

In exponierten Zellkulturen (nach 11 und 18 Tagen) war die Anzahl an Mikronuklei im Vergleich zur Schein-Exposition signifikant erhöht. Außerdem waren im Vergleich zu den schein-exponierten Zellkulturen die mitochondriale Aktivität (nach 8 Tagen), die Produktion der reaktiven Sauerstoffspezies (nach 15 Tagen) und die Lipidperoxidation (nach 15 Tagen) in den exponierten Zellkulturen signifikant erhöht. Direkt nach der Exposition war im Vergleich zur Schein-Exposition der Gehalt an reaktiven Sauerstoffspezies signifikant erhöht, während der Gehalt an reduziertem Glutathion signifikant erniedrigt war.
Die Daten deuten darauf hin, dass direkt im Anschluss an eine Exposition bei einem 50 Hz-Magnetfeld das oxidative/antioxidative Gleichgewicht gestört sein könnte und dass eine genomische Instabilität bei den Nachkommen der exponierten Zellen hervorgerufen werden könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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