Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of Intermittent and Continuous Magnetic Fields on Trace Element Levels in Guinea Pigs. med./bio.

[Wirkungen von intermittierenden und kontinuierlichen Magnetfeldern auf den Gehalt an Spurenelementen in Meerschweinchen].

Veröffentlicht in: Biol Trace Elem Res 2018; 181 (2): 265-271

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen eines 50 Hz-Magnetfelds auf Spurenelemente im Serum sowie in Oberschenkelknochen-, Gehirn-, Nieren- und Leber-Gewebe von Meerschweinchen untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Männliche Meerschweinchen (n=29) wurden auf 5 Gruppen aufgeteilt: 1) kontiniuierliche Magnetfeld-Exposition für 4 Stunden/Tag für 4 Tage, 2) kontiniuierliche Magnetfeld-Exposition für 4 Stunden/Tag für 7 Tage, 3) intermittierende Magnetfeld-Exposition für 4 Stunden/Tag (2 Stunden an - 2 Stunden aus - 2 Stunden an) für 4 Tage, 4) intermittierende Magnetfeld-Exposition für 4 Stunden/Tag (2 Stunden an - 2 Stunden aus - 2 Stunden an) für 7 Tage und 5) Kontrollgruppe. Die experimentellen Gruppen (Gruppen 1-4) bestanden aus jeweils 6 Tieren und die Kontrollgruppe aus 5 Tieren.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 4 Stunden/Tag für 4 Tage
Exposition 2: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 4 Stunden/Tag für 7 Tage
Exposition 3: 50 Hz
Expositionsdauer: intermittierend für 4 Stunden/Tag für 4 Tage
Exposition 4: 50 Hz
Expositionsdauer: intermittierend für 4 Stunden/Tag für 7 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 4 Stunden/Tag für 4 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer 2 Tiere pro Plastikkäfig
Aufbau Käfige wurden im Zentrum der Helmholtz-Spulen platziert; Magnetfeld war senkrecht zur Ebene der Käfigbodens; Strom wurde mittels eines speziell gestalteten, variablen Transformators mit einer Leistung von 2,7 kVA generiert
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1,5 mT - gemessen - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 4 Stunden/Tag für 7 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1,5 mT - gemessen - -

Exposition 3

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer intermittierend für 4 Stunden/Tag für 4 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1,5 mT - gemessen - -

Exposition 4

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer intermittierend für 4 Stunden/Tag für 7 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1,5 mT - gemessen - -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Im Serum aller experimentellen Gruppen (Gruppen 1-4) waren die Kupfer-Gehalte im Vergleich zur Kontrollgruppe (Gruppe 5) signifikant erhöht. Außerdem war der Gehalt an Magnesium in den für 4 Tagen exponierten Gruppen (Gruppen 1 und 3) verglichen mit der Kontrollgruppe signifikant erhöht.
In Oberschenkelknochen kontinuierlich exponierter Meerschweinchen (Gruppen 1 und 2) waren die Gehalte an Kuper und Zink signifikant höher als in der Kontrollgruppe.
Im Gehirn-Gewebe war der Gehalt an Magnesium bei Gruppen, die kontinuierlich (Gruppe 1) oder intermittierend (Gruppe 3) für 4 Tage exponiert wurden, im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant erhöht.
In Nieren-Gewebe war der Gehalt an Kupfer in beinahe allen experimentellen Gruppen (Gruppen 1, 2 und 4) verglichen mit der Kontrollgruppe erhöht während der Gehalt an Magnesium in den kontinuierlich exponierten Gruppen erhöht war (Gruppen 1 und 2).
In Leber-Gewebe war der Gehalt an Kalzium bei Meerschweinchen, die kontinuierlich für 4 Tage exponiert wurden (Gruppe 1), im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant niedriger, während er bei 4-tägiger intermittierender Exposition (Gruppe 3) signifikant erhöht war. Der Gehalt an Magnesium war bei den kontinuierlich für 4 Tage exponierten Tieren (Gruppe 1) im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant erhöht.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine kontinuierliche und eine intermittierende Exposition bei einem 50 Hz Magnetfeld die Homöostase der Spurenelemente bei Meerschweinchen durcheinanderbringen könnte.

Studienmerkmale:

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