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Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Ataxia telangiectasia mutated deficiency does not result in genetic susceptibility to 50 Hz magnetic fields exposure in mouse embryonic fibroblasts.

[Ataxie telangiectasia-mutierter Mangel führt nicht zu einer genetischen Anfälligkeit für 50 Hz-Magnetfeld-Exposition bei embryonalen Fibroblasten der Maus].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2018 [im Druck]

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen von 50 Hz-Magnetfeldern auf DNA-Schäden in Wildtyp- und mutierten (Atm-defizienten) embryonalen Maus-Fibroblasten untersucht werden.
Hintergrund/weitere Details: Beim Menschen ist die Ataxia teleangiectasia (oder Louis-Bar Syndrom) eine seltene autosomal-rezessiv vererbte Krankheit, die durch eine Mutation im Atm-Gen verursacht wird, welches eine zentrale Rolle bei der Reparatur von Doppelstrangbrüchen spielt. In der Forschung dienen Atm-defiziente Zellen als Modell zur Untersuchung von genotoxischen Substanzen, da sie extrem sensitiv sind.
Es wurde eine Positivkontrolle mit 0,1 mM 4-Nitroquinolin-1-Oxid durchgeführt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 15 Minuten, 1 Stunde oder 24 Stunden
genotoxische Untersuchungen und Zellzyklus-Verteilung
Exposition 2: 50 Hz
Expositionsdauer: 1 Stunde oder 24 Stunden
Exposition 1
Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 15 Minuten, 1 Stunde oder 24 Stunden
Zusatzinfo genotoxische Untersuchungen und Zellzyklus-Verteilung
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer Zellen wurden in einer Schale kultiviert und exponiert
Aufbau Magnetfeld wurde mit zwei abgeschirmten 4-Spulen-Systemen generiert, welche sich jeweils innerhalb einer µ-Metall-Box befand, welche wiederum in einem Inkubator stand, um konstante Zellkultur-Bedingungen zu gewährleisten; die elektrischen Felder waren unterhalb von 1 V/m, es gab keine messbaren Temperaturdifferenzen und Vibrationen (Herstellerangaben); der Strom in den Spulen und die Temperatur der Kammer wurden kontinuierlich überwacht und die Temperaturdifferenz zwischen exponierten und schein-exponierten Zellen lag unterhalb von 0,1°C
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo für die Schein-Exposition wurde der gleiche Aufbau genutzt, jedoch wurde der Strom nicht-parallel geschaltet
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 2 mT Effektivwert - - -
Exposition 2
Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 1 Stunde oder 24 Stunden
Zusatzinfo Zelllebensfähigkeit
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer Zellen wurden in einer 96-Wellplatte kultiviert und exponiert
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 2 mT Effektivwert - - -
Referenzartikel
Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Es wurden bei keinem der untersuchten Endpunkte Unterschiede zwischen exponierten und schein-exponierten Zellen unabhängig von der Zelllinie gefunden.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Daten zeigten, dass 50 Hz-Magnetfelder keine genotoxische Wirkung bei embryonalen Maus-Fibroblasten haben, auch nicht bei Atm-defizienten Zellen.
Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

  • National Natural Science Foundation (NSFC), China
  • Ministry of Science and Technology (MOST), China

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