Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Intermittent extremely low frequency electromagnetic fields cause DNA damage in a dose-dependent way. med./bio.

[Intermittierende extrem niederfrequente elektromagnetische Felder verursachen Dosis-abhängig einen DNA-Schaden].

Veröffentlicht in: Int Arch Occup Environ Health 2003; 76 (6): 431-436

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte der Einfluss der Expositions-Zeit und der magnetischen Flussdichten auf die Induktion von DNA-Strangbrüchen mit Hilfe von menschlichen Fibroblasten-Kulturen von drei gesunden Spendern untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

In einer früheren Untersuchung (Publikation 9089) haben die Autoren einen Anstieg bei den DNA-Einzelstrangbrüchen in Fibroblasten des Menschen nach intermittierender Exposition bei einem 50 Hz Magnetfeld gezeigt. Das Ausmaß des elektromagnetischen Feld-induzierten DNA-Schadens war in Abhängigkeit der "An"- und "Aus"-Zeiten verschieden und war bei einer Unterbrechung von "5 Min. an/10 Min. aus" am höchsten.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: intermittierend, 5 min an/10 min aus, für 1-24 h

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer intermittierend, 5 min an/10 min aus, für 1-24 h
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • 2 four coil systems each of which placed inside a µ-metal box
Kammer Exposure chamber placed inside a commercial incubator.
Aufbau 35 mm Petri dishes placed inside the µ-box.
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo The currents in the bi-filar coils were switched parallel for field exposure or non-parallel for sham exposure.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 20 µT Minimum nicht spezifiziert - -
magnetische Flussdichte 1 mT Maximum nicht spezifiziert - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Extrem niederfrequente elektromagnetische Feld-Exposition induzierte Dosis-abhängige und Zeit-abhängige DNA-Einzelstrangbrüche und Doppelstrangbrüche. Die Wirkungen traten bei einer magnetischen Flussdichte von weniger als 35 µT auf und sind damit deutlich unterhalb der vorgeschlagenen ICNIRP (International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection)-Richtlinien. Nach Beendigung der Befeldung ging der induzierte "Comet-Tail-Factor" innerhalb von 9 Stunden auf seinen normalen Wert zurück.
Der induzierte DNA-Schaden basierte nicht auf thermischen Wirkungen und ist wichtig in Hinblick auf Umwelt-Schwellenwerte und Grenzwerte für extrem niederfrequente elektromagnetische Feld-Exposition.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Replikationsstudien

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