Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Regulating genes with electromagnetic response elements. med./bio.

[Regulierende Gene mit elektromagnetischen Response-Elementen].

Veröffentlicht in: J Cell Biochem 2001; 81 (1): 143-148

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte untersucht werden, ob die Insertion von "electromagnetic response elements" (EMREs) die Fähigkeit vermittelt, auf Magnetfelder zu reagieren.

Hintergrund/weitere Details

Das An- und Ausschalten von Genen wäre ein nützliches Werkzeug in der Gentherapie. In dieser Studie wurde die Möglichkeit untersucht, die Enzymaktivität über das Einbringen von DNA-Sequenzen, welche empfindlich auf Magnetfelder reagieren, zu erhöhen.
Spezielle Promotor-Sequenzen, bestehend aus Cytosin und Thymin scheinen als sogenannte "electromagnetic field response elements" (EMREs) zu fungieren. Segmente des c-myc-Promotors mit einer Länge von 900 Basenpaaren, welche diese EMREs enthalten, wurden in Katalase- und Luciferase-Konstrukte kloniert, die ihrerseits nicht auf elektromagnetische Felder reagieren. Diese Konstrukte wurden in HeLa-Zellen transfiziert.
Die Enzymaktivität wurde 30 Minuten nach einer 30 minütigen-Expositions-Periode gemessen. Fünf Gruppen wurden untersucht: 1.) exponierte transfizierte HeLa-Zellen, 2.) schein-exponierte transfizierte HeLa-Zellen, 3.) exponierte transfizierte HeLa-Zellen, jedoch ohne die 900 Basenpaare des c-myc-Promotors, welcher die EMREs enthält, 4.) unspezifische Protein-Proben als Negativkontrolle und 5.) Zellen, die mit einem Hitzeschock bei 43°C behandelt wurden, als Positivkontrolle.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 60 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 30 Minuten

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 30 Minuten
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau cells in a Plexiglas stand in horizontal position; Helmholtz coils consisted of 19 gauge wire bundles, wound in 164 rectangular turns around a rectangular form (13 x 14 cm) with 8 cm spacing; coils were closed within mu-metal containers for shielding (30 cm high, 15 cm diameter cylindrical container)
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 8 µT - gemessen - -
elektrische Feldstärke 11 µV/m - berechnet - -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Transfizierte Zellen, die bei einem 60 Hz-Magnetfeld exponiert wurden (Gruppe 1) zeigten im Vergleich zu schein-exponierten transfizierten Zellen signifikant erhöhte Enzymaktivitäten der Katalase und der Luciferase, wobei keine erhöhte Enzymaktivität bei transfizierten Zellen ohne den c-myc-Promotor, welcher die EMREs enthält (Gruppe 3), gemessen wurde.
Die Daten deuten darauf hin, dass die Regulation von Genen über die Insertion von DNA-Sequenzen, die empfindlich auf Magnetfelder reagieren, möglich sein könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Replikationsstudien

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