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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Occupational and environmental risk factors for brain cancer: a pilot case-control study in France.

[Berufliche und umweltbedingte Risikofaktoren für Hirntumor: eine Pilot-Fall-Kontroll-Studie in Frankreich].

Veröffentlicht in: Presse Med 2010; 39 (2): e35-e44

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine Pilot-Fall-Kontroll-Studie im südöstlichen Teil von Frankreich durchgeführt, um berufliche und umweltbedingte Risikofaktoren für Hirntumor zu untersuchen.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 Mobiltelefon-Nutzung: keine
Gruppe 2 Mobiltelefon-Nutzung: < 4 Stunden-Jahr
Gruppe 3 Mobiltelefon-Nutzung: 4 - 36 Stunden-Jahr
Gruppe 4 Mobiltelefon-Nutzung: > 36 Stunden-Jahr
Referenzgruppe 5 in der Freizeit Computer-Nutzung in den letzten 5 Jahren: keine
Gruppe 6 in der Freizeit Computer-Nutzung in den letzten 5 Jahren: < 5 h/Woche
Gruppe 7 in der Freizeit Computer-Nutzung in den letzten 5 Jahren: ≥ 5 h/Woche
Referenzgruppe 8 berufliche Computer-Nutzung in den letzten 5 Jahren: keine
Gruppe 9 berufliche Computer-Nutzung in den letzten 5 Jahren: < 4 h/Woche
Gruppe 10 berufliche Computer-Nutzung in den letzten 5 Jahren: ≥ 4 h/Woche
Gruppe 11 berufliche Exposition bei elektromagnetischen Feldern
Gruppe 12 berufliche Exposition bei Mikrowellen-Frequenzen
Gruppe 13 Wohnen weniger als 500 m von Hochspannungsfreileitungen entfernt
Gruppe 14 Wohnen weniger als 500 m von Mobilfunk-Basisstationen entfernt

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: ≥ 18 Jahre
  • Beobachtungszeitraum: Januar - Dezember 2005
  • Studienort: Frankreich (Gebiet von Marseilles und Toulon)

Fallgruppe

  • Merkmale: Hirntumor
  • Datenquelle: alle Krankenhäuser, die Referenzzentren für Hirntumor im westlichen Teil der Provence-Alpes-Cote d'Azur-Region sind
  • Ausschlusskriterien: Wohnort nicht der Studienregion

Kontrollgruppe

  • Patienten der Neurochirurgie-Abteilungen, die aus anderen Gründen als Krebs behandelt wurden
  • Auswahl:
    • krankenhausbezogen
  • Matching:
    • Geschlecht
    • Alter
    • Krankenhaus
    • Fall:Kontrolle = 1:1
  • Ausschlusskriterien: Wohnort nicht in der Studienregion

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 162 -
Teilnehmerzahl 122 122
Statistische Analysemethode:
  • unkonditionale logistische Regression
( Anpassung:
  • Geschlecht
)

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde kein Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und Hirntumor gefunden. Die Exposition bei extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldern während der Nutzung von Computern zeigte insgesamt keinen Zusammenhang, nur in der Gruppe, in der Personen beruflich Computer weniger als 4 Stunden/Tag nutzten, wurde ein statistisch signifikant erhöhtes Risiko beobachtet. Ein statistisch signifikant verringertes Risiko für Hirntumor wurde für das Wohnen in einem Abstand von weniger als 500 m von Mobilfunk-Basisstationen entfernt beobachtet.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die kleine Studiengröße und Recall-Bias bei Hirntumor-Patienten könnten sich auf die Abschätzung der Risikofaktoren ausgewirkt haben.

Studie gefördert durch

  • nicht angegeben/keine Förderung

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