Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

The effects of an electromagnetic field on the boundary tissue of the seminiferous tubules of the rat: A light and transmission electron microscope study. med./bio.

[Die Wirkungen eines elektromagnetischen Feldes auf das umliegende Gewebe der Samenkanälchen der Ratte: Eine Licht- und Elektronen-Mikroskopie-Studie].

Veröffentlicht in: Folia Morphol (Warsz) 2006; 65 (3): 188-194

Ziel der Studie (lt. Autor)

In dieser Studie sollten mögliche Auswirkungen eines elektromagnetischen 50 Hz-Feldes auf das Fortpflanzungssystem von im Uterus exponierter Ratten untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

30 männliche Ratten-Jungtiere wurden während ihrer Entwicklung im Uterus für ungefähr drei Wochen und nach der Geburt für fünf Wochen bei einem elektromagnetischen 50 Hz-Feld exponiert . Danach wurde eine Hälfte der Jungtiere sofort nach dem letzten Expositionstag und die andere Hälfte nach einer achtwöchigen Erholungsperiode ohne Exposition getötet. Die Kontrollgruppe bestand ebenfalls aus 30 männlichen Jungtieren.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 3 Wochen im Uterus und 5 Wochen nach der Geburt

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 3 Wochen im Uterus und 5 Wochen nach der Geburt
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau two copper coils placed one above the other with a distance of 50 cm; rats placed between the coils
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 8 mT - - - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Bei den exponierten Ratten wurden Unterbrechungen in verschiedenen Schichten des untersuchten Gewebes festgestellt. Das Gewebe zeigte Einstülpungen, die möglicherweise aus dem Verlust von Kollagen und retikulären Fibrillen der inneren und äußeren azellulären Schicht resultierten. Die äußere, azelluläre Schicht, dünner als die der Kontrollgruppe, war von der Schicht mit den Myofibroblasten (peritubuläre kontraktile Zellen) in mehreren Bereichen abgestreift ("Blasen-ähnliches" Erscheinungsbild). Die Myofibroblasten zeigten weniger Poly-Ribosomen, pinozytotische Vesikel (Flüssigkeits-Endozytose) und Glykogen-Granula. Vielen Mitochondrien mangelte es an Einstülpungen der inneren Mitochondrien-Membran, den sogenannten Cristae. Die Verbindungen zwischen einzelnen Myofibroblasten waren scheinbar verlorengegangen. In der Erholungsperiode zeigten sich Anzeichen einer Regeneration.
Diese Daten legen nahe, dass die niederfrequente Feld-Exposition schwere Veränderungen im umliegenden Gewebe der Samenkanälchen verursachen könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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