Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Extremely low-frequency magnetic fields can impair spermatogenesis recovery after reversible testicular damage induced by heat. med./bio.

[Extrem niederfrequente Magnetfelder können die Erholung der Spermatogenese nach einem reversiblen Hoden-Schaden, induziert durch Wärme, stören].

Veröffentlicht in: Electromagn Biol Med 2014; 33 (2): 139-146

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen von extrem niederfrequenten Magnetfeldern auf die Erholung der Spermatogenese nach einem durch Wärme hervorgerufenen Hoden-Schaden bei Ratten untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Es wurden 6 Ratten-Gruppen untersucht (n=6 pro Gruppe). Nach einer einzelnen Hitzebehandlung der Hoden (43°C für 12 Minuten) wurden die Ratten für 15, 30 oder 60 Tage bei dem Magnetfeld exponiert.

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 60 Hz
Expositionsdauer: drei tägliche Expositionen von 30 Minuten für 15, 30 oder 60 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer drei tägliche Expositionen von 30 Minuten für 15, 30 oder 60 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer rats were placed in a cylindrical compartment made of polyvinyl chloride with openings for air intake, centrally located in the Helmholtz coil
Aufbau pairs of Helmholtz coils; each coil was made of wire copper coated with vinyl, 154 turns, 38 cm diameter and 2.1 Ohm electrical impedance; coils were connected in parallel to a voltage generator, producing a uniform magnetic field; field lines crossed the animals transversely
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT - gemessen - ± 0,1 mT

Referenzartikel

  • Costa EV et al. (2013): Fractal analysis of extra-embryonic vascularization in Japanese quail embryos exposed to extremely low frequency magnetic fields.
  • Tenorio BM et al. (2012): Evaluation of testicular degeneration induced by low-frequency electromagnetic fields.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Testosteron-Konzentration im Plasma wurde durch die magnetische Feld-Exposition nicht verändert.
Nach einer 30- bzw. 60-tägigen Exposition war das Gewicht der Hoden im Vergleich zur Schein-Exposition signifikant erniedrigt, während der Gonadosomatische Index nur nach 60 Tagen Exposition signifikant erniedrigt war.
Nach 15 Tagen Exposition war eine Volumenverringerung des Lumens des Samenkanälchens der einzige im Vergleich zur Schein-Exposition signifikant veränderte Parameter. Allerdings traten, verglichen mit der jeweiligen Schein-Exposition, nach einer Expositions-Dauer von 30 und 60 Tagen verschiedene Veränderungen bezüglich des Volumens der Zell-Komponenten, der Zell-Ultrastruktur und der histomorphometrischen Parameter auf. Grundsätzlich hatte sich in der Schein-Expositions-Gruppe die Spermatogenese 60 Tage nach der Hitzebehandlung wieder erholt, während exponierte Tiere immer noch starke Degenerations-Erscheinungen in den Hoden zeigten.
Die Autoren schlussfolgern, dass extrem niederfrequente Magnetfelder die Erholung der Spermatogenese nach einer durch Hitze hervorgerufenen Hoden-Degeneration bei Ratten verhindern könnten.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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