Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Extremely low frequency electromagnetic field enhances human keratinocyte cell growth and decreases proinflammatory chemokine production. med./bio.

[Extrem niederfrequentes elektromagnetisches Feld fördert das menschliche Keratinozyten-Zellwachstum und vermindert die proinflammatorische Chemokin-Produktion].

Veröffentlicht in: Br J Dermatol 2008; 158 (6): 1189-1196

Ziel der Studie (lt. Autor)

In dieser Studie sollte die Wirkung eines extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldes auf die Proliferation der Keratinozyten und deren Chemokin-Bildung untersucht werden, um eine mögliche therapeutische Nutzung magnetischer Felder bei Hautverwundungen bewerten zu können.

Hintergrund/weitere Details

Als Chemokine wurden RANTES, Monocyte Chemoattractant Protein-1, Macrophage Inflammatory Protein-1α und Interleukin-8 untersucht. Deren Bildung gibt einen wichtigen Hinweis zum immunologischen Verhalten der Zelle. Zusätzlich wurde der Nuclear Factor kappa B gemessen, der über die Aktivierung von Signalwegen die Zellproliferation beeinflussen kann.
Die Experimente wurden mindestens fünfmal in dreifacher Anfertigung wiederholt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 1, 4, 12, 24, 48, 72 oder 96 h

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 1, 4, 12, 24, 48, 72 oder 96 h
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau 0.22 m long solenoid coil with a radius of 0.06 m and 160 turns of 25 mm copper wire; cells placed in the center of the solenoid
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT Effektivwert gemessen - -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Nach der 48-stündigen elektromagnetischen Feld-Exposition stieg die Zellproliferation bei den exponierten Zellen im Vergleich zu den Kontroll-Zellen signifikant an. Bei der Zelllebensfähigkeit wurden keine Unterschiede festgestellt.
Nach 72-stündiger Exposition war die Genexpression und Freisetzung der Chemokine RANTES, Monocyte Chemoattractant Protein-1, Macrophage Inflammatory Protein-1α und Interleukin-8 signifikant vermindert. Der Gehalt an Nuclear Factor kappa B war bereits nach einstündiger Exposition kaum noch bestimmbar und korrelierte umgekehrt mit der Zell-Dichte.
Diese Daten zeigen, dass die extrem niederfrequente elektromagnetische Feld-Exposition die Chemokin-Bildung und das Wachstum der Keratinozyten durch die Hemmung des Signalweges über Nuclear Factor kappa B moduliert und hierüber Entzündungs-Prozesse hemmen könnte. Das extrem niederfrequente elektromagnetische Feld könnte eine zusätzliche therapeutische Methode in der Behandlung von Hautverwundungen darstellen.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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