Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Extremely low frequency magnetic fields cause oxidative DNA damage in rats med./bio.

[Extrem niederfrequente Magnetfelder verursachen oxidative DNA-Schäden bei Ratten]

Veröffentlicht in: Int J Radiat Biol 2008; 84 (10): 789-795

Ziel der Studie (lt. Autor)

Diese Studie untersuchte die genotoxische Wirkung (oxidative DNA-Basen-Modifikationen) extrem niederfrequenter Magnetfelder in Ratten-Leukozyten.

Hintergrund/weitere Details

Folgende modifizierte DNA-Basen, die durch freie Radikale entstehen, wurden untersucht: 8-Hydroxy-Guanin (8-OH-Gua); 2,6-diamino-4-Hydroxy-5-formamido-Pyrimidin (FapyGua) und 4,6-diamino-5-formamido-Pyrimidin (FapyAde).
13 Ratten wurden zufällig auf vier Gruppen aufgeteilt: zwei Experimental-Gruppen (n=3 und n=4), eine Schein-Expositions-Gruppe und eine Käfigkontrolle. In den Experimenten wurde eine 50 Hz-Befeldung mit 100 µT und 500 µT gewählt, die den Grenzwerten für öffentliche und berufliche Exposition laut ICNIRP entspricht.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 2 h/Tag während 10 Monaten

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 2 h/Tag während 10 Monaten
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau Pair of Helmholtz coils with a diameter of 25 cm, consisting of 225 turns of 1.0 mm insulated copper wire wound on frames of wood and aluminum; coils 25 cm apart, placed horizontally inside a 130 cm x 65 cm x 80 cm Faraday cage; rats kept in 17 cm x 17 cm x 25 cm methacrylate cages inside the coil system
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 100 µT - gemessen - -
magnetische Flussdichte 500 µT - gemessen - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Der Gehalt der modifizierten DNA-Basen FapyAde, FapyGua und 8-OH-Gua war nach einer Exposition bei einem 100 µT oder 500 µT extrem niederfrequenten Magnetfeld im Vergleich zur Käfigkontroll-Gruppe und zur Schein-Expositions-Gruppe erhöht. Nur bei der Exposition bei 100 µT unterschieden sich die Gruppen statistisch signifikant.
Dies ist die erste Studie, wo durch eine Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern oxidative DNA-Basen-Modifikationen in vivo induziert wurden. Die Ergebnisse unterstützen die Hypothese, dass eine chronische Exposition bei 50 Hz-Magnetfeldern potentiell genotoxisch wirken kann.

Studienmerkmale:

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