Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Micronucleus induction in Syrian hamster embryo cells following exposure to 50 Hz magnetic fields, benzo(a)pyrene, and TPA in vitro. med./bio.

[Mikronukleus-Induktion bei Syrian-Hamster-Embryo-Zellen nach Exposition mit 50 Hz-Magnetfeldern, Benzo(a)pyren und TPA in vitro].

Veröffentlicht in: Mutat Res Genet Toxicol Environ Mutagen 2001; 495 (1-2): 43-50

Ziel der Studie (lt. Autor)

Diese in vitro-Studie wurde durchgeführt, um mögliche karzinogene Wirkungen extrem niederfrequenter elektromagnetischer Felder auf Säugetier-Zellen zu untersuchen.

Hintergrund/weitere Details

Die Zellen wurden zusätzlich mit Benzpyren (als Initiator) und/oder Tetradecanoylphorbolacetat (als Kokarzinogen) mit/ohne dem extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feld exponiert, um karzinogene/kokarzinogene Wirkungen des extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldes abzuschätzen.
Die Experimente wurden drei- bis fünfmal wiederholt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 24, 48, 72 h

Allgemeine Informationen

cell cultures were treated with i) only EMF ii) EMF + benzpyrene iii) EMF + tetradecanoylphorbol-acetate iv) EMF + benzpyren + tetradecanoylphorbol-acetate

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Polarisation
Expositionsdauer 24, 48, 72 h
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau pair of parallel Helmholtz coils with a diameter of 400 mm each, 200 mm apart
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT - gemessen - -

Referenzartikel

  • Simko M et al. (1998): Effects of 50 Hz EMF exposure on micronucleus formation and apoptosis in transformed and nontransformed human cell lines.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Es zeigten sich keine statistisch signifikanten Auswirkungen der Magnetfeld-Exposition auf die Zellproliferation.
Die Anzahl an Mikronuklei wurde unter alleiniger Magnetfeld-Exposition oder Verwendung von Tetradecanoylphorbolacetat (1nM) nicht beeinflussst. Im Vergleich zur alleinigen Benzpyren-Verwendung über 48 Stunden wurde unter der Ko-Exposition (Benzpyren-Zugabe über 24 Stunden während der Magnetfeld-Exposition über 72 Stunden) ein 1,8-facher Anstieg in der Mikronuklei-Häufigkeit festgestellt. Die Ko-Exposition von Tetradecanoylphorbolacetat, Benzpyren und dem Magnetfeld verursachte keine weitere Mikronuklei-Bildung.
Da die Benzpyren-Behandlung (24 Stunden) während der Magnetfeld-Exposition (72 Stunden) einen signifikanten Anstieg in der Mikronuklei-Bildung verursachte, lassen diese Ergebnisse vermuten, dass Magnetfelder den Initiations-Prozess durch Benzpyren steigern.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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