Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Sinusoidal ELF magnetic fields affect acetylcholinesterase activity in cerebellum synaptosomal membranes. med./bio.

[Sinusförmige ELF-Magnetfelder beeinflussen die Acetylcholinesterase-Aktivität in Synaptosomen-Membranen des Kleinhirns].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2010; 31 (4): 270-276

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen extrem niederfrequenter Magnetfelder oder von statischen Magnetfeldern mit Amplituden von 0,5-1,0 mT auf die Enzymaktivität der Acetylcholinesterase in murinen Synaptosomen-Membranen untersucht werden.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 5 min
Exposition 2: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 1 min
Exposition 3: 10–650 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 1 min
Exposition 4:
Expositionsdauer: kontinuierlich für 5 min
Exposition 5:
Expositionsdauer: kontinuierlich für 1 min

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 5 min
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau coil consisting of 100 turns of 0.5 mm diameter copper wire with 0.1 mm insulation wound around a 6 cm high cylindrical plexiglass sample holder with a diameter of 2 cm; 4 cm high 1 cm x 1 cm polycarbonate cuvette placed in the center of the sample holder; uniform MF in the sample holder
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT Maximum berechnet - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 1 min
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,25 mT Minimum berechnet - -
magnetische Flussdichte 2 mT Maximum berechnet - -

Exposition 3

Hauptcharakteristika
Frequenz 10–650 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 1 min
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT Maximum berechnet - -

Exposition 4

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 5 min
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT Maximum berechnet - -

Exposition 5

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 1 min
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,4 mT Minimum berechnet - -
magnetische Flussdichte 1,6 mT Maximum berechnet - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Expositionen bei den sinusförmigen 50 Hz-Magnetfeldern mit unterschiedlichen Amplituden verminderten die Acetylcholinesterase-Enzymaktivität um ungefähr 27% mit einem Schwellenwert von ca. 0,74 mT. Die Verminderung der Enzymaktivität war unabhängig von der Expositions-Dauer und war komplett reversibel (die Wirkung war nur während der Feld-Exposition nachweisbar).
Identische Ergebnisse wurden für die Exposition bei statischen Magnetfeldern derselben Amplituden erhalten. Darüber hinaus waren die hemmenden Wirkungen auf die Enzymaktivität über Frequenzfenster (Fenstereffekt) bei 60, 200, 350 und 475 Hz mit unterschiedlichen maximalen Werten verteilt.
Wurden die Synaptosom-Membranen in Triton (löst Membranproteine in ihrer nativen Konformation aus Membranen heraus) gelöst, wurde keine Wirkung des Magnetfeldes auf die Enzymaktivität aufgedeckt, was auf die entscheidende Rolle der Membran, sowie der Lipid-Bindung des Enzyms, bei der Bestimmung der Bedingungen für Enzym-Inaktivierung hindeutet.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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