Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Cancer risks in the Druze Isifya Village: Reasons and RF/MW antennas. epidem.

[Krebs-Risiken im Druze Isifya-Dorf: Gründe und HF/MW-Antennen].

Veröffentlicht in: Pathophysiology 2012; 19 (1): 21-28

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine bevölkerungsbasierte Fall-Kontroll-Studie in Israel durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen der früheren Exposition bei Mobilfunk-Basisstationen sowie Radiosendern und dem Krebs-Risiko zu untersuchen.

Weitere Details

Die ersten Radiosender wurden Anfang der 1970er Jahre im Isifya-Dorf errichtet. Mobilfunk-Basisstationen kamen in den 1990er Jahren hinzu. Alle Mobilfunk-Basisstationen und Radiosender wurden im Jahr 2000 (vor Beginn der Studie) von Bürgern zerstört, die verschiedene gesundheitliche Symptome der Exposition bei elektromagnetischen Feldern zuordneten.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Gruppe 1 Abstand zwischen Wohnung und nächster Sendeanlage: 0 - 50 m
Gruppe 2 Abstand zwischen Wohnung und nächster Sendeanlage: > 50 - 100 m
Gruppe 3 Abstand zwischen Wohnung und nächster Sendeanlage: > 100 - 150 m
Gruppe 4 Abstand zwischen Wohnung und nächster Sendeanlage: > 150 - 200 m
Gruppe 5 Abstand zwischen Wohnung und nächster Sendeanlage: > 200 - 250 m
Gruppe 6 Abstand zwischen Wohnung und nächster Sendeanlage: > 250 - 300 m
Gruppe 7 Abstand zwischen Wohnung und nächster Sendeanlage: > 300 - 350 m
Gruppe 8 Abstand zwischen Wohnung und nächster Sendeanlage: > 350 - 400 m

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Teilnehmerzahl 47 260
Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde kein Zusammenhang zwischen der Exposition bei Mobilfunk-Basisstationen sowie Radiosendern und dem Krebs-Risiko insgesamt beobachtet (n=47; OR 1,00; KI 0,99-1,02). Nur bei Darm-Krebs wurde ein geringfügig erhöhtes Risiko im Zusammenhang mit der elektromagnetischen Feld-Intensität gefunden (n=11; OR 1,03; KI 1,01-1,05). Es besteht ein starker Zusammenhang zwischen einer beruflichen Exposition bei Chemikalien (z.B. Pestiziden) sowie elektronischen Geräten und einem erhöhten Krebs-Risiko (alle Krebs-Arten: OR 2,79; KI 1,14-6,82).
Die Autoren schlussfolgerten, dass die Studie nicht den Verdacht eines erhöhten Krebs-Risikos im Zusammenhang mit der Exposition bei elektromagnetischen Feldern für fast alle Krebs-Arten in diesem Dorf bestätigt. Es besteht Evidenz für ein erhöhtes Krebs-Risiko im Zusammenhang mit Chemikalien und elektronischen Geräten, wobei eine Exposition bei elektromagnetischen Felder stattgefunden haben könnte.

Einschränkungen (lt. Autor)

Fehlklassifikation der Expositionen ist aufgrund der Entfernung der Sendeanlagen möglich.

Studie gefördert durch

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