Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Are people living next to mobile phone base stations more strained? Relationship of health concerns, self-estimated distance to base station, and psychological parameters. epidem.

[Sind Menschen, die in der Nähe von Mobilfunk-Basisstationen wohnen, angespannter? Beziehung von Gesundheits-Bedenken, selbst-abgeschätztem Abstand zur Basisstation und psychologische Parameter].

Veröffentlicht in: Indian J Occup Environ Med 2009; 13 (3): 141-145

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine Befragung in Österreich zur Untersuchung der Beziehung von Gesundheits-Bedenken, dem selbst-abgeschätzten Abstand zur Basisstation und psychologischen Parameter durchgeführt.

Weitere Details

Die Studienteilnehmer wurden in der Anlaufphase der experimentellen Studie Augner et al. 2009 untersucht. Folgende Fragebögen wurden verwendet: die Symptom-Checkliste 90-R (SCL-90-R), die Beschwerden-Liste (BL), ein Fragebogen zu Angst-Symptomen (STAI), ein mehrdimensionaler Befindlichkeits-Fragebogen (MDBF) sowie ein Fragebogen zu gesundheitlichen Bedenken bezüglich elektromagnetischen Feldern.
Speichelproben zur Untersuchung von z.B. Stress-Indikatoren wurden 10, 25 und 45 Minuten nach Beendigung der Befragung entnommen.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Gruppe 1 keine Basisstation in Wohnnähe
Gruppe 2 Abstand zwischen Basisstation und Wohnung: ≤ 10 m
Gruppe 3 Abstand zwischen Basisstation und Wohnung: 10 - 100 m
Gruppe 4 Abstand zwischen Basisstation und Wohnung: 100 - 300 m
Gruppe 5 keine Mobiltelefon-Nutzung
Gruppe 6 Mobiltelefon-Nutzung: nicht täglich
Gruppe 7 Mobiltelefon-Nutzung: < 25 min/Tag
Gruppe 8 Mobiltelefon-Nutzung: ≥ 25 min/Tag

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 57
Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Acht Teilnehmer (14 %) gaben an, dass keine Basisstation in der Nähe zu ihrer Wohnung steht, 14 Teilnehmer (24,6 %) gaben den Abstand zu einer ihnen bekannten Basisstation zwischen 100 bis 300 m an, 11 Teilnehmer (19,3 %) zwischen 10 und 100 m, 3 Teilnehmer (5,3 %) mit 10 m oder weniger und 21 Teilnehmer (36,7 %) wussten es nicht.
Teilnehmer, die den Abstand zwischen einer Basisstation und ihrer Wohnung mit weniger als 100 m angaben, hatten eine statistisch signifikant höhere Konzentration von alpha-Amylase im Speichel, höhere Werte in den Unterpunkten der Symptom-Checkliste Somatisierung, Zwanghaftigkeit, Angst, phobische Angst und Gesamt-Belastung sowie Angst-Zustände. Es wurden keine Unterschiede in Bezug auf gesundheitliche Bedenken bezüglich elektromagnetischer Felder beobachtet. Es wurde kein Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und den untersuchten Parametern gefunden.
Die Autoren folgerten, dass selbsterklärte Nachbarn von Basisstationen angespannter als andere Personen waren. Diese Ergebnisse können nicht durch gesundheitliche Bedenken bezüglich elektromagnetischer Felder erklärt werden.

Studie gefördert durch

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