Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Actual and perceived exposure to electromagnetic fields and non-specific physical symptoms: an epidemiological study based on self-reported data and electronic medical records. epidem.

[Tatsächliche und wahrgenommene Exposition bei elektromagnetischen Feldern und unspezifische körperliche Beschwerden: eine epidemiologische Studie basierend auf selbst angegebenen Daten und elektronischen Krankenakten].

Veröffentlicht in: Int J Hyg Environ Health 2015; 218 (3): 331-344

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer Umfrage unter Erwachsenen in den Niederlanden wurden die tatsächliche und wahrgenommene Exposition bei elektromagnetischen Feldern und unspezifische körperliche Beschwerden untersucht. Dabei wurden auch die elektronischen Krankengeschichten der behandelnden Ärzte zu unspezifischen körperlichen Beschwerden eingebunden.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:

Exposition

Abschätzung

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 76.684
Anzahl geeignet 13.007
Teilnehmerzahl 5.933
Teilnehmerrate 46 %
Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die am häufigsten angegebenen Symptome in der Studienpopulation waren Müdigkeit (54%), Nacken- oder Schulter-Symptome (39%), Kopfschmerzen (38%) und Rückenschmerzen (36%). Unter den Teilnehmern wurde 202 (3,5%) als elektrosensibel eingestuft.
Die von den Studienteilnehmern wahrgenommene Exposition korrelierte kaum mit der modellierten Exposition. Es wurde kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Exposition bei modellierten hochfrequenten elektromagnetischen Feldern und den untersuchten Beschwerden beobachtet. Ein Zusammenhang wurde zwischen unspezifischen körperlichen Beschwerden und der Nutzung einer elektrischen Heizdecke und einem geringen Abstand zu einem elektrischen Ladegerät während des Schlafs gefunden. Die wahrgenommene Exposition, die wahrgenommene Kontrolle und das Vermeidungsverhalten hingen mit den untersuchten Beschwerden zusammen. Der Zusammenhang zwischen der wahrgenommenen Exposition war stärker für selbstberichtete als für vom Allgemeinmedizinier registrierten unspezifischen körperlichen Beschwerden. Es gab ein paar Hinweise, aber kein konsistentes Muster für eine Wechselwirkung zwischen Elektrosensibilität und dem Zusammenhang zwischen der wirklichen Exposition und unspezifischen körperlichen Symptomen.
Die Autoren schlussfolgern, dass es keinen überzeugenden Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen der alltäglichen Exposition bei hochfrequenten elektromagnetischen Feldern und unspezifischen körperlichen Beschwerden und der Schlafqualität in der Studienbevölkerung gibt. Eine verbesserte Expositions-Charakterisierung, insbesondere bei niederfrequenten Magnetfeldern, ist notwendig, um zu solidere Schlüsse zu ziehen. Die Autoren legen dar, dass die wahrgenommene Exposition eine unabhängige Determinante der unspezifischen körperlichen Beschwerden ist.

Studie gefördert durch

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