Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Frequent cellular phone use modifies hypothalamic-pituitary-adrenal axis response to a cellular phone call after mental stress in healthy children and adolescents: A pilot study. med./bio.

[Häufige Mobiltelefon-Nutzung verändert die Reaktion der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse auf einen Mobiltelefon-Anruf nach mentalem Stress bei gesunden Kindern und Jugendlichen: eine Vorstudie].

Veröffentlicht in: Sci Total Environ 2015; 536: 182-188

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Auswirkungen von mentalem Stress und einer akuten Exposition bei einem Mobiltelefon auf den Gehalt an Cortisol im Speichel von Kindern untersucht werden, die anhand des Ausmaßes ihrer alltäglichen Handy-Nutzung kategorisiert wurden.

Hintergrund/weitere Details

Cortisol ist das finale Hormon der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse und wurde daher als Marker verwendet.
28 Kinder im Alter von 11-14 Jahren wurden in 2 Gruppen eingeteilt: 1) diejenigen, welche kein Mobiltelefon besaßen oder es nur gelegentlich nutzten (n=16), und 2) diejenigen, welche eines besaßen und regelmäßig nutzten (n=12). Alle Probanden nahmen an einer Session teil, die aus einer Blut-Proben-Spende zu Beginn, einer darauffolgenden mentalen Stress-Provokation (Trierer Sozial-Stress-Test) und einem abschließenden 5-minütigen Mobiltelefon-Anruf bestand. Zwischen diesen Blöcken gab es jeweils Ruhepausen und insgesamt wurden 5 Speichel-Proben während dieser Pausen genommen: vor dem Stress-Test (Grundwert), 10 Minuten nach dem Stress-Test, 20 Minuten nach dem Stress-Test, 10 Minuten nach der Nutzung des Mobiltelefons und 20 Minuten nach der Nutzung des Mobiltelefons.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1:
Expositionsdauer: kontinuierlich für 5 Minuten
gelegentliche Nutzer
  • SAR: 0,268 W/kg Minimum
  • SAR: 102 W/kg Maximum (wahrscheinlich 1,02 W/kg)
Exposition 2:
Expositionsdauer: kontinuierlich für 5 Minuten
regelmäßige Nutzer
  • SAR: 0,57 W/kg Minimum (Angaben nicht klar)
  • SAR: 1,02 W/kg Maximum (Angaben nicht klar)

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 5 Minuten
Zusatzinfo gelegentliche Nutzer
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau the participants were placed in supine posture on a typical metallic bed with cotton mattress, whose distance from each wall of the room was 0.7 m Π0.2 m Π3.47 m Π0.95 m; a second similar bed and a small metallic table (with experimental instruments) had been also placed in the room; each participant used their personal phone for exposure; the hypothalamus, the pituitary, the thyroid and the salivary glands of the participants were exposed to the near field, whereas the adrenal gland of tall participants might be exposed to the far field of the cellular phone antenna
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 0,268 W/kg Minimum nicht spezifiziert - -
SAR 102 W/kg Maximum nicht spezifiziert - wahrscheinlich 1,02 W/kg

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 5 Minuten
Zusatzinfo regelmäßige Nutzer
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 0,57 W/kg Minimum nicht spezifiziert - Angaben nicht klar
SAR 1,02 W/kg Maximum nicht spezifiziert - Angaben nicht klar

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Körpergröße, das Gewicht und der BMI waren bei regelmäßigen Mobiltelefon-Nutzern (Gruppe 2) im Vergleich zu gelegentlichen Nutzer (Gruppe 1) signifikant größer, da die Probanden in Gruppe 2 durchschnittlich 2 Jahre älter waren.
Die Grundwerte des Cortisol-Spiegels im Speichel waren in Gruppe 2 im Vergleich zu Gruppe 1 signifikant höher. In Gruppe 2 wurden keine Änderungen des Cortisol-Spiegels nach der Stress-Provokation und Mobiltelefon-Exposition beobachtet. In Gruppe 1 sank jedoch der Cortisol-Spiegel signifikant im Vergleich zum Grundwert als Reaktion auf die Stress-Provokation und Mobiltelefon-Exposition.
Die Autoren schlussfolgern, dass der Gehalt an Cortisol im Speichel von Kindern durch mentalen Stress und einer akuten Exposition bei einem Mobiltelefon in Abhängigkeit vom Ausmaß der alltäglichen Handy-Nutzung beeinflusst werden könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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