Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Electromagnetic energy radiated from mobile phone alters electrocardiographic records of patients with ischemic heart disease. med./bio.

[Elektromagnetische Energie, von einem Mobiltelefon ausgesendet, verändert die elektrokardiographischen Aufzeichnungen von Patienten mit ischämischer Herz-Erkrankung].

Veröffentlicht in: Ann Med Health Sci Res 2012; 2 (2): 146-151

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Wirkung einer Exposition bei einem Hochfrequenz-Feld eines Mobiltelefons auf elektrokardiographische Parameter bei Patienten, die ischämische Herzerkrankungen hatten, unter Berücksichtigung des Geschlechts, untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Insgesamt wurden 356 Teilnehmer in die Studie eingeschlossen (129 männliche und 227 weibliche). Sie wurden in folgende Gruppen unterteilt: 1.) gesunde Testpersonen ohne Herzerkrankungen (n=142), 2.) Patienten mit ischämischen Herzerkrankungen (n=104) und 3.) Patienten, die bereits Herzerkrankungen hatten, jedoch keine myokardialen Ischämien (n=110).
Nach einer Gewöhnungsphase von 10 Minuten wurde ein EKG ohne Mobiltelefon durchgeführt (Basislinie). Dann wurde ein Mobiltelefon auf die linke Seite des unteren Abdomens platziert (Gürtelhöhe). Während das EKG aufgenommen wurde, klingelte das Mobiltelefon einmal 40 Sekunden lang. Nach 5 Minuten wurde das Mobiltelefon in der linken Brusttasche platziert (präkordial). Das Mobiltelefon klingelte einmal 40 Sekunden lang, während das EKG aufgezeichnet wurde.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 900 MHz
Expositionsdauer: zweimal 40 Sekunden
-

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Expositionsdauer zweimal 40 Sekunden
Expositionsaufbau
Aufbau mobile phone placed on the left side of the lower abdomen at the belt level or in the left side chest pocket
Parameter

Für diese Exposition sind keine Parameter spezifiziert.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Bei gesunden Männern erniedrigte das klingelnde, in Gürtelhöhe platzierte Mobiltelefon das RR-Intervall und verlängerte das QT-Intervall im Vergleich zur Basislinie signifikant. Außerdem verlängerte das klingelnde Mobiltelefon in der präkordialen Position signifikant das QT-Intervall im Vergleich zur Basislinie. Bei gesunden Frauen war beim klingelnden Mobiltelefon in der präkordialen Position die Herzfrequenz im Vergleich zu den Basiswerten erhöht.
In männlichen Probanden mit ischämischen Herzerkrankungen war der QRS-Komplex beim klingelnden Mobiltelefon in beiden Positionen im Vergleich zur Basislinie signifikant erhöht. Außerdem waren das QT-Intervall und die R-Welle beim klingelnden Mobiltelefon in präkordialer Position im Vergleich zur Basislinie signifikant verlängert.
Männliche Probanden mit Herzerkrankungen, die keinen Bezug zu myokardialen Ischämien hatten, zeigten unter der Exposition mit einem Mobiltelefon in beiden Positionen im Vergleich zur Basislinie eine signifikante Verlängerung des QT-Intervalls.
Die Autoren schlussfolgern, dass ein klingelndes Mobiltelefon bei Männern mit und ohne ischämischen Herzerkrankungen das QT-Intervall verändert und das Frauen immun gegen diese Wirkung sind.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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