Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

The influence of the call with a mobile phone on heart rate variability parameters in healthy volunteers. med./bio.

[Der Einfluss eines Mobiltelefon-Anrufs auf die Parameter der Herzfrequenzvariabilität bei jungen Versuchsteilnehmern].

Veröffentlicht in: Ind Health 2008; 46 (4): 409-417

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte in dieser Studie beurteilt werden, ob ein Anruf mit einem Handy die Herzfrequenzvariabilität gesunder, junger Personen beeinflussen kann.

Hintergrund/weitere Details

32 gesunde Studenten (18 Frauen und 14 Männer) mit einem normalen Ruhe-Elektrokardiogramm und -Echokardiogramm nahmen teil. Die EKG-Aufzeichnungen wurden an der sitzenden Person in einem halb-abgedunkelten, ruhigen Raum zwischen 8 und 9 Uhr morgens vorgenommen.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 1.800 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 20 min
  • SAR: 0,48 W/kg Maximum (10 g) (vom Hersteller getestet)

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 1.800 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 20 min
Modulation
Modulationsart gepulst
Zusatzinfo

GSM

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer semi-darkened, temperature-controlled quiet laboratory at room temperature (21°C)
Aufbau The GSM mobile phone was held in the right hand during the call. It was switched on during the whole time of the experiment so that the effect of logging into the mobile phone network on the maximal emission of EMF could be avoided.
Zusatzinfo Recordings were made over three 20 min periods, i.e., before, during, and after the telephone call.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 0,48 W/kg Maximum gemessen 10 g vom Hersteller getestet

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Weder bei den Männern noch bei den Frauen wurden statistisch signifikante Unterschiede in der durchschnittlichen, maximalen und minimalen Herzfrequenz festgestellt. Die Parameter der Time Domain Analysis wie "Standardabweichung aller normalen Sinus-RR-Intervalle" und "Standardabweichung aller gemittelten normalen Sinus-RR-Intervalle aller 5 mm-Bereiche" waren während der 20-minütigen Mobiltelefon-Exposition sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen statistisch signifikant erhöht. Die Time Domain Analysis offenbarte einen statistisch signifikanten Anstieg im sehr niederfrequenten und im niederfrequenten Energie-Bereich bei den Frauen und im Hochfrequenz-Energie-Bereich bei beiden Geschlechtern. Ein statistisch signifikanter Abfall im Verhältnis Niederfrequenz- zu Hochfrequenz-Energie wurde bei den exponierten Frauen beobachtet.
Diese Ergebnisse deuten auf einen gesteigerten Parasympathikus-Tonus hin und auf einen erniedrigten Sympathikus-Tonus während der Mobiltelefon-Exposition. Die Autoren schlussfolgern, dass die beobachteten Veränderungen in der Herzfrequenzvariabilität durch das elektromagnetische Feld beeinflusst worden sein könnten. Allerdings kann ein Einfluss durch Sprechen nicht ausgeschlossen werden.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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